G7-Gipfel: Deutschland richtet temporär Grenzkontrollen ein
Zum Schutz des bevorstehenden G7-Gipfels auf Schloss Elmau richtet Deutschland vorübergehend wieder Grenzkontrollen an den Binnengrenzen des sogenannten Schengen-Raumes ein. Das hat das Bundesinnenministerium heute mit Hinweis auf erhöhte Sicherheitsanforderungen bekanntgegeben.
Die Grenzkontrollen würden demnach zwischen dem 13. Juni und dem 3. Juli abhängig von der jeweiligen Lage durchgeführt. Außerdem sollen sie zeitlich und örtlich flexibel angeordnet werden. Dadurch soll vor allem die Anreise von Gewalttätern aus dem Ausland verhindert werden.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann begrüßte die Ankündigung. „Diese Entscheidung war zwingend notwendig“, so Herrmann. Bereits beim G7-Gipfel 2015 hätten sich die deutschlandweiten Binnengrenzkontrollen bewährt. „Die weltpolitische Lage hat sich im Vergleich zu damals nochmals verschärft. Wir müssen alles tun, um von vornherein Krawallmacher und Chaoten aus dem Verkehr zu ziehen“, sagte er.
Die Bayerische Grenzpolizei werde die Bundespolizei bei den Kontrollen unterstützen. Der reibungslose Ablauf des Gipfels habe höchste Priorität. Bayern werde alles daran setzen, die Teilnehmer und Gäste des Gipfels wie auch die einheimische Bevölkerung zu schützen.