DLRG-Bilanz: 10 Menschen ertranken 2025 im Oberland
Wenn im Sommer die Sonne lockt, zieht es viele Menschen im Oberland ans Wasser. Der Badespaß endet jedoch immer wieder tragisch: Im vergangenen Jahr sind zehn Menschen in den Gewässern der Region ums Leben gekommen. Diese Bilanz zieht die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Was die Hauptursachen für Badeunfälle sind, erklärt Pressesprecher Dominik Schneider.
„Sicherlich spielt der Übermut eine entscheidende Rolle, aber besonders bei Kindern konnten wir feststellen, dass sie gefährdet sind, da Eltern einfach nicht mehr ihrer Aufsichtspflicht nachkommen. Das stellt für uns auf jeden Fall ein riesengroßes Problem dar“.
Besonders tragisch war ein Unglück am Eibsee: Ein Kind stürzte von einem Tretboot ins Wasser, der Vater sprang hinterher – beide starben.
„Wir konnten feststellen, dass Unfälle mit SUPs und Tretbooten wesentlich höher waren als in den Jahren zuvor. Besonders hier empfehlen wir ganz klar, immer mit entsprechender Schutzausrüstung wie einer Rettungsweste aufs Wasser zu gehen“.
Häufig spielten auch Übermut und Selbstüberschätzung eine Rolle bei Badeunfällen, so Schneider. Die meisten tödlichen Badeunfälle in der Region gab es laut DLRG im vergangenen Jahr im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.