Gewerkschaft Verdi kündigt erneut Warnstreiks im ÖPNV an
Der nächste Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr steht uns bevor: In mindestens sechs Bundesländern sollen am Donnerstag die Fahrzeuge in den Depots bleiben. Betroffen ist auch wieder die Stadt München. In der Landeshauptstadt wird der Streik sogar verstärkt, indem schon ab Mittwochvormittag gestreikt wird. Hintergrund ist die laufende Tarifrunde mit den kommunalen Arbeitgebern, bei der es bislang keine Einigung gab. Am kommenden Montag (23. März) steht der nächste Verhandlungstermin mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) an, bei den bisherigen drei Gesprächen gab es keine Einigung.
Kommunen weisen Forderungen als unbezahlbar zurück
Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen eine Lohnerhöhung um fast 670 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Kommunen weisen das als unbezahlbar zurück. Nach Berechnung der kommunalen Arbeitgeber würde eine Erfüllung der Verdi-Forderungen die Personalkosten im kommunalen Nahverkehr um 25 Prozent in die Höhe treiben. Viele Kommunen sind ohnehin finanziell in schwieriger Lage, auch die Verluste der Städte und Landkreise im öffentlichen Nahverkehr sind in den vergangenen Jahren deutschlandweit stark gestiegen.
Verdi besteht auf kräftigen Lohnerhöhungen
Verdi hingegen fordert angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten deutliche Verbesserungen sowohl beim Gehalt als auch den Arbeitsbedingungen. Ohne relevante Lohnerhöhungen könnten sich die Beschäftigten im ÖPNV das Leben bald nicht mehr leisten, hieß es in der Mitteilung der Gewerkschaft.