Angespannte Lage: Wie sich der Iran-Krieg auf die Gastro im Oberland auswirkt

Lesedauer 1 Minute
20.04.2026

Zurückhaltende Gäste, steigende Energiepreise: Wegen des Iran-Kriegs verschärft sich die Lage auch in der Gastronomie im Oberland. Das bekommen am Ende auch die Gäste zu spüren. Warum Restaurantbesuche teurer werden könnten, wie die Betriebe die Folgen des Konflikts konkret spüren und was das für das Angebot auf den Speisekarten bedeutet, erfahrt ihr im Gespräch mit Christian Bär, dem Bezirksvorsitzenden des Hotel- und Gaststättenverbands in Oberbayern. 

Wie wirkt sich der Iran-Konflikt auf Gastronomiebetriebe im Oberland aus?

Christian Bär, Dehoga Oberbayern:

„Wenn Sprit, Gas und Strom teurer werden, steigen automatisch auch die Kosten für Lieferungen, Kühlung, Heizung – eigentlich für den gesamten Küchenbetrieb. Gerade kleinere Wirtshäuser und familiengeführte Betriebe spüren das natürlich besonders stark.“

Wie sind die Auswirkungen konkret spürbar?

Christian Bär, Dehoga Oberbayern:

„Aktuell merken die Betriebe vor allem höhere Einkaufspreise bei Lebensmitteln, Getränken und Energie. Gleichzeitig halten sich aber auch viele Gäste beim Ausgehen etwas zurück oder achten stärker auf den Preis. Das spüren vor allem klassische Wirtshäuser und kleinere Gastronomiebetriebe“.

Was sind die Folgen, wenn der Konflikt noch länger andauert?

Christian Bär, Dehoga Oberbayern:

„Dann reden wir nicht bloß über höhere Energie- oder Transportkosten, sondern auch über Lieferengpässe, Lieferketten, längere Transportwege, und besonders betroffen wären natürlich die importierten Waren“.

Wie spüren Gäste die Auswirkungen beim Restaurantbesuch?

Christian Bär, Dehoga Oberbayern:

„Viele Betriebe versuchen, Preissteigerungen nicht sofort weiterzugeben. Aber wenn die Belastungen dauerhaft hoch bleiben, werden Anpassungen bei Speisen und Getränken kaum zu vermeiden sein. Und ehrlich gesagt passiert das gerade schon, weil der Konflikt einfach schon zu lange dauert“.

Müssen sich Gäste auch auf Einschränkungen einstellen?

Christian Bär, Dehoga Oberbayern:

„Dazu kommt, dass manche Betriebe ihre Speisekarte verkleinern, saisonal einkaufen oder die Öffnungszeiten anpassen, einfach weil sie Kosten sparen müssen. Und unterm Strich wird der Wirtshausbesuch leider für viele ein Stück teurer werden“.

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Themen
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