Waldbrandgefahr: Was die Lage im Oberland so gefährlich macht - Kreisbrandrat schätzt ein
Vielerorts im Oberland ist die Natur sehr trocken, weil es so lange nicht geregnet hat. Die Waldbrandgefahr ist entsprechend hoch. Auch heute gilt teilweise Warnstufe 3 von 5. Was die Lage aktuell so gefährlich macht, erklärt Andreas Küspert, Kreisbrandrat im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
„Durch den ständigen Wind, der jetzt geht und die starke Mittagssonne, haben wir überall trockene Flächen. Außerdem gibt es viel Totholz in naturbelassenen Wäldern. Die haben schon Potenzial, ein Feuer schnell zu entzünden“.
Generell appelliert Küspert aktuell, auf jegliches Feuer zu verzichten. Auch beim Parken von Autos auf trockenen Wiesen ist Vorsicht geboten. Bilder wie am Wochenende vom Eibsee, wo viele Autos auf Wiesenflächen abgestellt wurden, sind für den Kreisbrandrat daher unverständlich.
„Deswegen sehen wir solche Bilder natürlich nicht gerne und appellieren auch hier im Zweifelsfall eben auf die Sicherheit zu achten, denn nicht nur das eigene Auto kann in Mitleidenschaft gezogen werden, sondern eben auch ein riesen Schaden für die Umgebung entstehen.“
Etwas Entspannung könnte der angekündigte Regen bringen. Langfristig dürfte das aber kaum reichen.
„Dadurch, dass wir jetzt schon die lange Trockenheit haben, den ständigen Wind, der das oberflächlich auch gleich wieder abtrocknet, ist es so, wenn es wirklich im Boden einsickern soll, wenn die Wiesen auch nachwachsen sollen, dass das trockene Gras weg ist, dann bräuchte es längere Regenfälle.“