Streit um gesperrte Badestege am Starnberger See: So reagiert Pöckings Bürgermeister
Wut und Ärger bei vielen Badegästen in Possenhofen am Starnberger See: Ausgerechnet zum Saisonbeginn sind am Ufer mehrere Stege gesperrt. Der Grund: Sie sind morsch und könnten einstürzen. Zuständig ist aber nicht die Gemeinde, sondern die Stadt München. Bei der Gemeinde Pöcking haben sich bereits viele Bürger gemeldet. Bürgermeister Rainer Schnitzler:
„Wir bekommen Mails und Anrufe. Dann erklären wir den Bürgern, dass wir gar nicht zuständig sind, sondern dass es sich um das Badegelände der Stadt München handelt. Wir setzen uns bei der Stadt München dafür ein, dass die Stege schnell wiederhergestellt werden. Aber mehr können wir nicht tun.“
Dass die maroden Stege nicht schon früher in Angriff genommen wurden, irritiert Rainer Schnitzler:
„Ganz verstehe ich es nicht, dass alle Stege auf einmal betroffen sind. Eigentlich müssten solche Stege regelmäßig überprüft werden, genauso wie Brücken und Straßen. Das hätte schon etwas früher bekannt sein können, denke ich.“
Er fordert daher mehr Transparenz und eine zeitnahe Lösung. Ob die Stege noch in dieser Saison saniert oder abgerissen werden, ist aber weiter unklar.
„Es ist leider noch ungewiss, und wir wissen nicht, wann die Stadt mit der Umsetzung beginnen wird. Es hört sich nach größeren Schäden an. Und wenn ich mir die Schäden anschaue, glaube ich nicht, dass es noch in dieser Badesaison neue Stege geben wird. Das ist schade, es ist ein großer Qualitätsverlust.“
Alarmiert ist auch Starnbergs Landrat Stefan Frey. Er hat Münchens neuen OB Krause gefragt, ob die Stege noch in dieser Badesaison wieder öffnen. Eine Antwort aus München steht laut Landratsamt noch aus.