Zeckensaison in vollem Gange - "die Tiere lauern im gesamten Oberland auf uns"

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15.05.2026

Mit dem Frühling ist die Zeckensaison bei uns im Oberland bereits gestartet. Die kleinen Tiere können gefährliche Krankheiten übertragen. Unter anderem Borreliose und FSME. Wer in der Natur unterwegs ist sollte deshalb immer aufpassen, sagt der Experte Dr. Gerhard Dobler von der Bundeswehr Universität in München.

„Die Zecken sind mehr oder weniger überall, also auch bis in die Höhe von 1200-1500 Metern. Also alle, die sich in der Natur aufhalten, haben ein Risiko, Zecken zu akquirieren und wir können momentan nicht vorhersagen, in welchen Stellen es die Virusübertragung gibt und wo nicht. Das heißt, man muss eigentlich überall damit rechnen.“

Wer eine Zecke an sich findet, sollte sie sofort entfernen, aber dabei auf keinen Fall an den Tieren drehen, sagt der Experte Dr. Gerhard Dobler von der Bundeswehr Universität in München.

„Wir wissen jetzt: Dieser Zeckenstachel hat ein sogenanntes Doppelgewinde. Das heißt, Sie können egal wie in welche Richtung Sie drehen, Sie drehen in die falsche Richtung, weil das eben ineinander übergeht. Und von daher, Drehen führt eher dazu, dass der Stachel abreißt, als wenn man das einfach nur gerade rauszieht.“

Durch die kleinen Spinnentiere können unter anderem die Krankheiten FSME und Borreliose übertragen werden. Während Borreliose mit Antibiotika behandelt werden könne, helfe bei FSME nur eine Impfung, sagt Dobler:

„Die Ärzte können zwar die Symptome lindern, aber der Verlauf an sich ist nicht beeinflussbar. Das heißt, die Ärzte müssen dann zuschauen, wie sich die Krankheit entwickelt. Deswegen, um diese Verläufe quasi zu verhindern, ist damit die Impfung die einzige Möglichkeit.“

Das gesamte Oberland gilt laut Robert-Koch-Institut als Zecken-Risikogebiet. In den letzten Jahren sind die Tiere immer aktiver geworden.

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