Demo auf der Brennerautobahn: Massives Verkehrschaos am 30. Mai erwartet - worauf wir uns einstellen müssen

Lesedauer 3 Minuten
21.05.2026

Am Brenner droht Ende Mai ein massives Verkehrschaos. Wegen einer Demo wird die Brennerautobahn am 30. Mai für mehrere Stunden komplett gesperrt – mitten in den Pfingstferien. Auch Ausweichrouten dürften kaum Entlastung bringen. Und schon Ende Juni steht die nächste Sperre an: Dann ist der Fernpass wegen einer weiteren Demo zeitweise dicht. Was das für den Verkehr im Oberland bedeutet und worauf ihr euch auf der Fahrt in den Süden einstellen müsst, erfahrt ihr im Gespräch mit Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern.

Welche Ausweichrouten und Umfahrungen kommen für Urlauber infrage?

Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern:

„Für Reisende, die in Richtung Süden unterwegs sind, also zum Beispiel nach Italien oder Südtirol fahren wollen, kann man leider keine Umfahrung oder Ausweichroute empfehlen, die man an diesem Tag nutzen kann. Das liegt zum einen daran, dass auch die Brenner-Bundesstraße gesperrt wird, weil sie eben nur für Ziel- und Quellverkehr direkt freigehalten wird. Die möglichen Umfahrungen, wie zum Beispiel der Reschenpass, das Timmelsjoch oder vielleicht auch die Felbertauernstraße, sind kleine Passstraßen, die sofort verstopft sind, sobald ein paar Fahrzeuge mehr unterwegs sind. Auch an diesem Tag sind sie sowieso mit viel Verkehr belegt, und deswegen kann man nicht empfehlen, hier zu umfahren“.

Wie sieht es mit großräumigen Umfahrungsmöglichkeiten aus?

Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern:

„Eine andere Möglichkeit könnte noch die Tauernroute sein, aber die wird auch, nachdem wir hier mitten in den Pfingstferien sind, sehr stark belastet sein. Dann ist natürlich auch die Strecke je nach Ziel in Italien wesentlich länger, und von daher ist auch eine Umfahrung über die Tauernstrecke oder auch über die Schweiz, die Gotthardroute, kaum zu empfehlen“.

Was sollten Reisende konkret tun, wenn sie am 30. Mai eigentlich über den Brenner fahren wollten?

Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern:

„Der beste Tipp, den man geben kann, ist, sofern das noch irgendwie möglich ist, den 30. Mai als Reisetag zu meiden. Wer also noch einen Tag vorher oder nachher Richtung Süden fahren kann, sollte versuchen, das zu tun, muss aber auch hier damit rechnen, dass man ein höheres Reiseaufkommen hat als normal und sollte auf jeden Fall genügend Geduld mit ins Gepäck einpacken, um gut im Urlaub anzukommen“.

Nach dem Brenner wird es am 27. Juni auch am Fernpass zu einer Demo kommen: mit welchen Auswirkungen rechnen Sie dort?

Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern:

„Da wird von 10 bis 12 Uhr eine Vollsperrung des Fernpasses aktiv sein, und auch hier muss man damit rechnen, dass es sehr viel Rückstau gibt und man sehr lange im Stau steht. Wer also auch hier am 27. Juni den Bereich großräumig umfahren kann, sollte das tun oder eben diese Zeit meiden. Also dann vielleicht ganz früh oder ganz spät fahren, aber man muss auch damit rechnen, dass sich der Stau, der sich dann sicher bilden wird, relativ langsam nur auflöst“.

Welche Auswirkungen hat die Demo auf die Ausweichroute Mittenwald–Seefeld–Zirler Berg?

Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern:

„Wer hier unterwegs ist, muss am 27. Juni auf jeden Fall auch mit Mehrverkehr rechnen. Das kann sich dann schon durch Garmisch-Partenkirchen ziehen, aber spätestens bei Seefeld-Zirlberg wird es zu Staus kommen“.
 

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