Niedrige Wasserstände: Was die Trockenheit für Schifffahrt, Vogelwelt und Trinkwasser bedeutet

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02.06.2026

Der Sommer hat gerade erst begonnen, doch schon jetzt gibt es Meldungen über Trockenheit im Oberland. Nach einem schneearmen Winter und einem trockenen Frühling herrscht vielerorts Niedrigwasser. An einigen bayerischen Seen sind die Pegel so niedrig, dass Schiffe nicht mehr fahren können. Für das Oberland gibt Marcus Weisbecker von der Bayerischen Seenschifffahrt jedoch Entwarnung.

„Wir bei der Bayerischen Seenschifffahrt haben aktuell keine Probleme mit Niedrigwasser. Der Ammersee, der Tegernsee und der Königssee haben da ohnehin nicht viele Probleme. Am ehesten kann das mal am Starnberger See passieren, wenn es lang trocken ist. Und da kann es dann schon mal sein, dass wir da mit einzelnen Stegen mal ein Problem bekommen, aber da muss es schon extrem sein.“

In der Tierwelt sorgt das Niedrigwasser bereits für Probleme. Vor allem einige Vogelarten kämpfen mit dem fehlenden Wasser, sagt Sabine Pröls vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz.

„Die Vögel sind zum Teil ja sehr nah an Gewässer gebunden, wenn man zum Beispiel einen Teichrohrsänger anschaut, der im Schilf wirklich in Wassernähe oder über Wasser brütet. Der hat schon alleine Probleme, sein Nest sicher zu bauen, weil er plötzlich erreichbar ist für irgendwelche Beutegreifer und sie haben auch wesentlich weniger Nahrung.“

Für die nächsten Tage sind zwar Schauer und Gewitter angekündigt, laut Pröls helfen die Regenfälle aber nur bedingt.

„Wenn man jetzt ein Gewässer hat, was quasi schon kurz vorm Austrocknen ist und jetzt hat es geregnet und diese Fläche dann wieder größer wird, dann ist es natürlich für die Tiere, die drinnen sind, deutlich einfacher, weiter zu überleben. Wenn ich jetzt so große Seen anschaue und Verlandungsbereiche, die werden sicherlich nicht so schnell aufgefüllt werden, dass wir aus dem Niedrigwasser rauskommen.“

Um unser Trinkwasser müssen wir uns aber keine Sorgen machen. Zwar haben Kommunen im Allgäu zuletzt zum Wassersparen aufgerufen, im Oberland gibt es laut den Abwasserbetrieben Ammersee aber noch keine Wasserknappheit. Das Grundwasser sei niedriger als üblich, in den Brunnen gebe es aber noch genügend Reserven. 

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