Vorsicht giftig! Was Eltern über Pflanzen und Beeren wissen sollten

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11.06.2026

Bunte Blumen, Sträucher und Rot-leuchtende Beeren – die Farbenpracht der Natur im Oberland ist faszinierend - auch für Kinder. Die sind neugierig und wollen alles erkunden. Kleine Kinder machen das oft, in dem sie sich alles Mögliche in den Mund stecken. Einige Pflanzen sind aber auch giftig. Wie schnell kann es jetzt also ernst werden? Dr. Katrin Romanek vom Giftnotruf München, sagt zum Glück nicht so schnell.

„Es gibt in Deutschland keine tödlich giftigen Beeren, wo schon bei einer Beere Lebensgefahr bestünde. Vielleicht mit Einschränkungen mit der Tollkirsche. Das ist so die giftigste Beere. Aber alle roten Beeren, auch wenn man sie nicht identifizieren kann, sagen wir eigentlich auch, bis zu drei roten Beeren kann das Kind zu Hause beobachtet werden. Man muss sich keine Sorge machen.“

Dennoch sollten Eltern einige Pflanzen kennen. Denn sie können unter anderem Übelkeit, Bauchweh, Bauchkrämpfe, Erbrechen oder auch Durchfall auslösen.  

„Das wäre vor allem die Beere der Tollkirsche, die schwarz ist. Da müsste man schon bei ein bis zwei Beeren, vor allem, wenn das Kind symptomatisch ist, das Kind ärztlich vorstellen. Und an anderen Giftpflanzen wäre die Eibe zu nennen, wobei da die Nadeln verzehrt werden müssen, nicht die roten Beeren. Der Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas, den sollte man kennen.“

Und auch wenn er sehr selten ist, sollten Eltern auch den Schierling kennen, sagt die Ärztin. Werden sie von Kindern gegessen, gilt für Eltern aber vor allem eins.

„Das Wichtigste ist Ruhe bewahren, nichts Unüberlegtes tun. Das Kind nicht zum Erbrechen bringen, das ist wichtig. Damit kann man dem Kind schaden. Das Kind kann sich an dem Erbrochenen verschlucken oder sogar ersticken. Man kann das Kind verletzen, also bitte kein Erbrechen auslösen. Das ist gefährlich und auch nicht notwendig in aller Regel.“

Im Zweifelsfall immer den Giftnotruf wählen. Der Giftnotruf München ist für ganz Bayern zuständig. Die Experten sind rund um die Uhr erreichbar.

Giftnotruf München:

Abteilung für Klinische Toxikologische und Giftnotruf München, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München

Notruf: 089 192 40

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