„Andechs“ ist gerettet: Historischer Dampfer zurück in Utting
Die Rettung der „Andechs“ ist geglückt: Der ehemalige Schaufelraddampfer liegt wieder am Steg in Utting am Ammersee. Seit 70 Jahren nutzt die Bayerische Seglervereinigung das Schiff als schwimmendes Vereinsheim. Weil der Rumpf stark durchgerostet war, musste die „Andechs“ in einem Trockendock in Stegen aufwendig saniert werden.
John Höpfner, zweiter Vorsitzender der Bayerischen Seglervereinigung, spricht von einer großen Herausforderung:
„Die allergrößte Überraschung war natürlich, dass wir vor einem Jahr festgestellt haben, dass der Rumpf völlig durchkorrodiert ist und wirklich nur noch ein Hauch an Stahl dieses Schiff am Schwimmen hält. Und dass das alles in dieser kurzen Zeit geklappt hat – mit dem Trockendock, mit dem Schlepp, mit der konstruktiven Erarbeitung, mit der Produktion aller Teile –, das ist wirklich fast schon ein Wunder.“
Möglich wurde die Rettung durch Fachfirmen, Ehrenamtliche und viele Spenden. Die Sanierung kostete mehr als 600.000 Euro und wurde durch Rücklagen, Spenden und Fördermittel finanziert.
„Wir hatten unheimlich gute Firmen, die wirklich ganz viel geschafft haben mit sehr langen Tagesschichten. Außerdem hatten wir im Ehrenamt im Verein ein großes Engagement. Darüber sind wir sehr froh.“
Für den Verein ist die „Andechs“ ein besonderes Stück Geschichte. Vor 70 Jahren wurde der ausgemusterte Dampfer übernommen und zum Vereinsheim umgebaut.
„Das Besondere ist ja eigentlich schon mal, dass der Verein vor 70 Jahren ein ausgemustertes Schiff der Seeschifffahrt erworben und als Vereinsheim umgewandelt hat und so eigentlich aufzeigt, was man mit so einem alten Dampfer, der sonst verschrottet werden würde, noch anfangen kann.“
Die Arbeiten sollen dafür sorgen, dass in den kommenden 20 Jahren keine größeren Maßnahmen mehr nötig werden. Die Wiederinbetriebnahme wird am Samstag mit einem Bordfest auf der „Andechs“ gefeiert.