Hitze im Oberland: Wie sich die Kommunen gegen Sommerhitze rüsten
Der Hochsommer ist zurück im Oberland: In den kommenden Tagen werden Temperaturen von 30 Grad und mehr erwartet. Damit werden kühle Orte, Schatten und Trinkwasser wieder besonders wichtig. Einen eigenen Hitzeschutzplan gibt es in vielen Kommunen zwar nicht – Maßnahmen gegen Sommerhitze wurden aber vielerorts getroffen.
Trinkbrunnen, Parks und schattige Rückzugsorte
In Landsberg, Weilheim und Garmisch-Partenkirchen stehen kostenlose Trinkwasserbrunnen bereit. In Weilheim bieten außerdem mehrere Geschäfte kostenloses Trinkwasser an. Auch in Bad Tölz gibt es ein solches Angebot: Dort erhalten Bürgerinnen und Bürger unter anderem in der Stadtbibliothek und in der Kurbücherei kostenlos ein Glas Wasser.
Geretsried setzt auf Grün- und Waldflächen
Auch Geretsried hat keinen eigenen Hitzeaktionsplan. Das Thema Hitzeschutz sei aber seit Jahren Teil der Stadtentwicklung, sagt Stadtsprecher Thomas Loibl. Dazu gehörten unter anderem Begrünungsmaßnahmen, eine nachhaltige Freiflächengestaltung sowie viele Grün- und Waldflächen.
„Dort finden die Menschen gerade bei hohen Temperaturen schattige Rückzugsorte“, so Loibl. Außerdem gebe es am Rathaus einen öffentlichen Trinkwasserbrunnen. Brunnen und Wasserlauf im Zentrum böten ebenfalls Möglichkeiten zur Abkühlung.
Bad Tölz verweist auf Bäume, Stadtwald und Wasser
In Bad Tölz gibt es ebenfalls keinen speziellen Hitzeschutzplan. Die Stadt verweist aber auf bereits umgesetzte Maßnahmen. Dazu zählen knapp 7.000 städtische Bäume, rund 300 Hektar Stadtwald, Parkanlagen, Grünschneisen und zahlreiche Brunnen.
Auch die Isar und kleinere Bäche spielen eine Rolle: Sie sorgen für Frischluft und werden bei Umbauten zunehmend besser zugänglich gemacht. So wurden im Bereich Taubenloch bereits Sitzstufen an der Isar angelegt. Bei der geplanten Sanierung der Hindenburgstraße soll außerdem der Ellbach freigelegt und zugänglich gemacht werden.
Wer kühle Orte sucht, findet sie in Bad Tölz auch im Stadtplan. Dort sind unter anderem Parkanlagen, die Isar und der Kneipp-Garten eingezeichnet.
Kritik von der Deutschen Umwelthilfe
Die Deutsche Umwelthilfe hatte zuletzt in einem Hitze-Check größere bayerische Städte untersucht. Das Ergebnis: Vielerorts fehlen ausreichende Schutzmaßnahmen gegen Sommerhitze.