Stromausfälle im Oberland: Bayernwerk sieht keine Häufung
Mehrere Stromausfälle haben im Oberland zuletzt viele Haushalte lahmgelegt. Betroffen waren unter anderem Murnau, Geretsried und Penzberg. Auch wenn es in jüngster Zeit öfter zu Ausfällen gekommen ist, spricht der Netzbetreiber Bayernwerk nicht von einer Häufung. Bayernwerk-Sprecherin Petula Hermansky:
„Ein Stromnetz ist jede Sekunde im Jahr in Betrieb. Da kann es trotz Wartung und Instandhaltung zu unvorhergesehenen technischen Defekten kommen. Eine Häufung von Stromausfällen auf das gesamte Netzgebiet der Bayernwerk Netz GmbH gesehen gibt es nicht.“
Kritik gab es zuletzt auch an der Kommunikation des Netzbetreibers. Aus mehreren Kommunen und von Bürgern hieß es, Informationen seien bei Stromausfällen nicht immer schnell oder klar genug angekommen. Hermansky widerspricht und macht deutlich, dass jeder Störfall anders ablaufe.
„In welcher Netzebene ist es zu einer Störung gekommen? Nieder-, Mittel- oder Hochspannung? Kann die Fehlerursache schnell erkannt und behoben werden? Können die Behebung der Fehlerursache unsere eigenen Servicetechniker durchführen oder brauchen wir Partnerfirmen – beispielsweise für Tiefbauarbeiten? Den einen Ablauf gibt es nicht.“
Trotzdem gebe es laut Bayernwerk eine große Transparenz innerhalb des Unternehmens. Außerdem stünden die zuständigen Mitarbeiter bei einem Stromausfall im Austausch mit Behördenvertretern. Auch die Suche nach der Fehlerstelle kann je nach Störung unterschiedlich aufwendig sein.
„Bei einer Störung wird der von der Störung betroffene Leitungsabschnitt durch Schaltmaßnahmen gesucht. Sobald die Fehlerstelle lokalisiert wurde, werden Kunden durch Umschaltungen im Netz wiederversorgt, während das defekte Teilstück zur Reparatur außer Betrieb bleibt.“
Manche Störungen sind mit bloßem Auge sichtbar, etwa ein Baum auf einer Leitung. Für andere braucht es spezielle Messtechnik.
Tipps, wie ihr bei einem Stromausfall am besten reagiert, bekommt ihr hier.