Gefahr bei Kopfsprüngen in flache Gewässer: UKM und DLRG warnen und geben Tipps

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30.07.2026

Der Sprung ins kühle Wasser gehört für viele zu einem perfekten Sommertag. Doch wer mit dem Kopf voraus in einen See oder Fluss springt, riskiert schwere Verletzungen. Die BG Unfallklinik Murnau und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft warnen deshalb vor Kopfsprüngen in unbekannte Gewässer. Gerade in Seen und Flüssen lässt sich vom Ufer aus oft nicht erkennen, wie tief das Wasser ist oder ob sich Hindernisse unter der Oberfläche befinden. Dr. Doris Maier, Ärztliche Direktorin der BG Unfallklinik Murnau, warnt deshalb vor unüberlegten Sprüngen:

„Wenn wir baden gehen, dann ist es häufig so, dass wir auf Gewässer treffen, Flüsse sehen und wir springen da rein und wissen eben nicht, wie tief es ist. Und wenn wir dann mit einem beherzten Kopfsprung hineinspringen, dann kann es passieren, dass man mit dem Kopf auf dem Untergrund aufschlägt.“

Trifft der Kopf auf den Gewässergrund, einen Stein oder einen anderen Gegenstand, wirken enorme Kräfte auf die Halswirbelsäule. Dabei können Wirbel brechen oder sich verschieben und das Rückenmark schwer verletzen.

„Das verkraftet die Halswirbelsäule nicht. Sie bricht, und bei diesem Brechen verletzen wir ganz häufig das Rückenmark, was dann zu einer Querschnittlähmung führen kann und leider Gottes sehr häufig bei diesen Badeunfällen das Resultat ist.“

Schätzungen zufolge erleiden in Deutschland jedes Jahr rund 80 Menschen nach einem Kopfsprung eine Querschnittlähmung. In der BG Unfallklinik Murnau werden immer wieder Menschen mit schweren Rückenmarksverletzungen behandelt. Für Doris Maier ist besonders frustrierend, dass sich viele dieser Unfälle verhindern ließen. 

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