DAV mahnt zur Vorsicht - Hitze und Trockenheit verändern Bedingungen in den Bergen
Seit Wochen heiße Temperaturen und Trockenheit – das macht sich auch in den Bergen immer mehr bemerkbar. Das Gebirge verändert sich immer mehr – alte Erfahrungswerte verlieren laut Deutschem Alpenverein an Bedeutung. Das merkt man vor allem an der Natur, sagt Julian Rohn vom DAV.
„Es ist alles sehr trocken und ausgedörrt. Für die konkreten Bedingungen bedeutet das, im Oberland haben wir jetzt eh nicht so viel Schnee und auch wenig Gletscher. Der Höllentalgletscher, der apert von Tag zu Tag mehr aus. Also Steigeisenpflicht unbedingt und auch die Randkluft wird größer.“
Besonders im Hochgebirge entstehen durch den Gletscherrückgang und tauenden Permafrost neue Gefahren. Steinschlag nimmt zu, Geröllzonen werden instabiler und Zustiege verändern sich innerhalb weniger Jahre deutlich. Umso wichtiger ist inzwischen die Tourenplanung. Da ist immer wichtig, das eigene Können mit der geplanten Tour abzugleichen, aber auch den Himmel im Blick zu behalten.
„Da ist besonders ein Bergwetterbericht wichtig, aber auch unterwegs zum Beispiel mit dem Regenradar oder Gewitterradar ab und zu mal zu schauen, wenn man den Empfang hat, ist sicherlich sinnvoll. Außerdem gerade die klassischen Hitzegewitter entstehen im Laufe des Tages und wenn man dann halt früh aufgebrochen ist und früh wieder zurück ist, reduziert man da auch schon ein bisschen das Risiko.“
Wenn wir trotzdem in ein Gewitter geraten, ist es besonders wichtig alle metallischen Gegenstände loszuwerden, sagt Rohn. Auf einer freien Fläche sollten wir uns auf eine isolierte Unterlage setzen.