Risiko für Blaualgen in Badeseen steigt: Worauf ihr bei der aktuellen Hitze im Oberland achten solltet
+++ Update – 14.08.2026 – 11:15 Uhr +++
Jetzt gibt es doch einen ersten Blaualgen-Fund im Oberland: Am Bismarckweiher bei Steingaden wurden Cyanobakterien festgestellt. Das Landratsamt Weilheim-Schongau hat deshalb ein sofortiges Badeverbot verhängt. Hier geht’s zur Meldung.
+++ Ursprüngliche Meldung – 14.08.2026 – 06:20 Uhr +++
Vor dem Oberland liegen noch zwei heiße Sommertage, bevor es am Sonntag etwas abkühlt. Die gute Nachricht für alle, die sich heute oder morgen in einem Badesee erfrischen wollen: Dem Badespaß sollte nichts im Weg stehen. Aktuell gibt es von den Gesundheitsämtern im Oberland keine Warnmeldungen vor Blaualgen in den offiziellen Badegewässern. Das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen ruft dennoch zur Vorsicht auf. Durch die hohen Temperaturen steigt das Risiko für Blaualgen. Die sogenannten Cyanobakterien produzieren Gifte. Bei hoher Konzentration sind sie schädlich für Mensch und Tier und können zu Gesundheitsschäden führen.
Wer ins Wasser geht, sollte deshalb vorher einen Blick auf die Wasserqualität werfen:
Woran erkennt ihr Blaualgen?
Typische Anzeichen sind:
- grünliche oder blaugrüne Verfärbungen
- Schlieren auf der Wasseroberfläche
- ein rahmartiger Teppich
- stark getrübtes Wasser
Ein einfacher Test: Könnt ihr im knietiefen Wasser eure Füße nicht mehr sehen, solltet ihr besser nicht baden.
Warum ist das Risiko aktuell erhöht?
Anhaltend hohe Temperaturen können dazu führen, dass sich Blaualgen stark vermehren. Das kann grundsätzlich in jedem Oberflächengewässer passieren. Besonders vorsichtig solltet ihr in schlecht durchströmten Seitenarmen und Tümpeln sein.
Was tun bei auffälligem Wasser?
- nicht ins Wasser gehen
- Kinder vom Wasser fernhalten
- Hunde nicht ins Wasser lassen
- Hunde nicht daraus trinken lassen
Sieht das Wasser auffällig aus, gilt im Zweifel: lieber nicht baden.
Weitere Informationen zu Blaualgen und möglichen Gesundheitsrisiken findet ihr hier.