Erkältungszeit im Oberland: Das gehört jetzt in die Hausapotheke

Lesedauer 2 Minuten
22.09.2026

Husten, Schnupfen, Fieber: Mit dem Herbst beginnt auch im Oberland wieder die klassische Erkältungszeit. Wer dann nicht erst krank zur Apotheke laufen will, sollte jetzt schon einmal einen Blick in die Hausapotheke werfen. Als Erstes lohnt sich ein Check: Sind noch alle wichtigen Medikamente da und sind sie noch haltbar? Zur Grundausstattung gehört laut Apotheker Philipp Kircher vor allem ein Mittel gegen Schmerzen und Fieber.

„Was in dem Zusammenhang eigentlich nie fehlen darf, ist ein Schmerz- und Fiebermittel. Da gibt es zum Beispiel das Paracetamol oder auch Ibuprofen. Die senken beide nicht nur Fieber, sondern sie bekämpfen auch sehr gut Gliederschmerzen. Und Ibuprofen im Speziellen wirkt zusätzlich noch entzündungshemmend. Das heißt, es hilft demzufolge auch sehr gut bei Halsschmerzen.“

Je nach Beschwerden können außerdem Nasenspray und Mittel gegen Husten sinnvoll sein. Wer unsicher ist, sollte sich in der Apotheke beraten lassen.

Bei Kombimitteln lieber genau hinschauen

Praktisch klingt es allemal: eine Tablette, die gleichzeitig gegen Husten, Schnupfen, Kopfweh und Fieber helfen soll. Solche Kombimittel enthalten allerdings mehrere Wirkstoffe – auch solche, die man vielleicht gar nicht braucht.

„Komplexmittel mit mehreren Wirkstoffen sollten wirklich nur zum Einsatz kommen, wenn alle Symptome entsprechend vorliegen. Das heißt, wenn auch wirklich ein Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen, Fieber vorhanden sind, dass man nicht unnötige Wirkstoffe einsetzt, die dann entsprechende Nebenwirkungen verursachen können.“

Deshalb gilt: Nicht einfach auf Verdacht alles gleichzeitig einnehmen, sondern schauen, welche Beschwerden tatsächlich da sind.

Lieferengpässe sind noch nicht ganz vom Tisch

Auch bei der Verfügbarkeit von Medikamenten hat sich die Lage zwar gebessert. Ganz ausgeschlossen sind Engpässe aber weiterhin nicht, sagt Kircher.

„Eine komplette Entwarnung kann man leider noch nicht geben. Vor allem bei Fieber- und Schmerzsäften für Kinder sowie bei speziellen Antibiotika kann es leider immer wieder zu Lieferengpässen kommen. Für die meisten gängigen Erkältungsmittel, gerade für Erwachsene, gibt es gute Alternativen.“

Deshalb kann es sich lohnen, die Hausapotheke rechtzeitig zu kontrollieren und fehlende oder abgelaufene Medikamente zu ersetzen. Wichtig dabei: Medikamente nicht unnötig auf Vorrat kaufen – bei Fragen hilft die Apotheke weiter.

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