Olympia am Starnberger See? DOSB entscheidet über deutsche Bewerbung
München will Olympische Sommerspiele – und auch der Starnberger See spielt in den Plänen eine Rolle. Am Samstag entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, welcher deutsche Kandidat sich für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben darf. Neben München ist auch die Region KölnRheinRuhr im Rennen.
Das Münchner Konzept setzt stark auf bereits vorhandene Sportstätten. Dadurch sollen Neubauten und zusätzliche Eingriffe möglichst gering gehalten werden. Auch das Oberland wäre Teil der Bewerbung: Die Wettkämpfe im Freiwasserschwimmen sind im Starnberger See geplant.
Tourismusförderung hofft auf mehr Aufmerksamkeit
Bei der Wirtschafts- und Tourismusförderung Starnberg würde man einen Zuschlag für München begrüßen. Geschäftsführer Werner Schmid sieht darin eine große Chance für die Region:
„Es wäre natürlich sehr reizvoll für die Region Starnberg-Ammersee, wenn die Olympischen Spiele nach München kommen würden und auch den Starnberger See mit beinhalten würden, weil das einfach die Bekanntheit der Region steigern würde.“
München kann bei seiner Bewerbung auf viele Sportstätten zurückgreifen, die bereits für die Olympischen Spiele 1972 gebaut wurden oder heute schon für große Veranstaltungen genutzt werden.
Bund Naturschutz warnt vor Folgen
Kritik an den Plänen kommt unter anderem vom Bund Naturschutz. Die Organisation bezweifelt, dass sich ein Großereignis wie Olympia ohne zusätzliche Belastungen für München und das Umland umsetzen lässt. Sprecher Felix Hälbich erklärt:
„Neubauten für Sportstätten, Medienzentren und provisorische Unterkünfte sowie Sicherheitsflächen erzeugen bei Olympischen Spielen generell enormen Druck auf Flächen und Stadtentwicklung. Selbst wenn bestehende Sportstätten genutzt werden sollen, wie es in München geplant ist, führt ein solches Megaevent dennoch immer zu neuen Bauprojekten.“
Der Bund Naturschutz sieht außerdem mögliche Folgen durch zusätzlichen Verkehr, steigenden Druck auf den Wohnungsmarkt und weitere Flächenversiegelung.