Tankrabatt 2.0 im Oberland - ADAC zieht Bilanz
Seit einer Woche gilt der Tankrabatt 2.0. Der Bund verzichtet auf Steuern in Höhe von knapp 17 Cent pro Liter, um die Autofahrer zu entlasten. Das Ganze ist aber weiter ziemlich umstritten. Wir haben mit Katharina Lucà vom ADAC gesprochen:
Wie fällt die Bilanz aus nach einer Woche Tankrabatt? Was kam wirklich bei den Autofahrern an?
Nach bisherigen Auswertungen des ADAC kann man sagen, dass die steuerliche Entlastung der Tankrabatt vor allem bei den Dieselfahrern zu einem großen Teil angekommen ist. Das heißt, Verbraucher und Verbraucherinnen haben hier tatsächlich eine Ersparnis von bis zu 0,17€, wie eben auch die Energiesteuersenkung vorgeben würde. Bei Super E10 ist es allerdings so, dass wir hier noch eine deutliche Lücke gegenüber diesen rechnerisch möglichen 0,17€ sehen. Hier liegen wir ungefähr im Moment bei 0,13€.
Welche Maßnahmen wären sinnvoller, um die Menschen beim Tanken zu entlasten?
Generell ist es aus Sicht des ADAC richtig und wichtig, dass wir den Tankrabatt in Deutschland jetzt haben, weil den Verbraucher und Verbraucherinnen so mit der hohen Belastung einfach schnell geholfen werden kann und man hier einfach ein schnelles Ergebnis erzielen konnte. Aus unserer Sicht wäre es aber wünschenswert, dass man für die Zukunft Maßnahmen schaffen könnte, die vielleicht eine gezieltere Förderung beziehungsweise eine gezieltere Weitergabe, wie zum Beispiel Direktzahlungen, ermöglichen würden.
Die 12-Uhr-Regel, also nur eine Erhöhung am Tag, ist ja sehr umstritten. Wie sinnvoll oder nicht ist sie?
Die 12:00 Uhr Regel hat nach Ansicht des ADAC nicht dazu beigetragen, dass das Preisniveau insgesamt gesenkt worden ist. Ja, man hat insofern einen Überblick, dass man weiß, vor 12:00 Uhr ist es günstiger, nach 12:00 Uhr wird erhöht. Aber wir sehen seit April tatsächlich ein zu hohes Niveau an den Zapfsäulen. Das heißt, das Preisniveau ist mit Einführung der 12:00 Uhr Regel gestiegen. Wir sehen also, dass die 12:00 Uhr Regel ja nicht den gewünschten Effekt gebracht hat und dass man definitiv drüber nachdenken muss, ob das so noch weitergeführt werden sollte.
Welche Tipps haben Sie, um möglichst günstig zu tanken?
Generell ist es so, dass es mit dem Einführen der 12:00 Uhr Regel die günstigste Zeit zum Tanken vor 12:00 Uhr ist. Das heißt, im Laufe des Vormittags sind die Spritpreise an den Zapfsäulen bundesweit am günstigsten. Am allergünstigsten tankt man zwischen 11 und 12:00 Uhr, dann sind die Spritpreise am niedrigsten und nach 12 Uhr steigen die Preise natürlich dann immer sehr an.