Innenminister Herrmann stuft Schongauer Schul-Attacke als rechte Tat ein

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14.10.2026

Der Angriff am Schongauer Welfen-Gymnasium wird als rechte Gewalttat eingestuft. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann heute im Landtag mitgeteilt. Der mutmaßliche Täter, ein damals 16-Jähriger, soll ein Manifest verfasst haben, das von Frauenhass, Queerfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus geprägt ist. Bei dem Angriff im Juli hatte er zwei ehemalige Mitschülerinnen schwer verletzt. Die Ermittlungen führt eine Sondergruppe unter Leitung der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus.

 

"Polizei allein kann derartige Taten nicht verhindern"

Die Behörden hatten den 16-jährigen Angreifer schon mehr als ein Jahr vor der Attacke mit zwei Schwerverletzten wegen mutmaßlicher Verherrlichung von Amokläufen auf dem Schirm gehabt. Herrmann betonte im Ausschuss erneut, dass es wohl bis zum Angriff keine ausreichenden Gründe gegeben habe, Untersuchungshaft für den Jugendlichen anzuordnen. 

«Leider zeigt dieser Fall auf traurige Art und Weise: Wir haben natürlich Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Polizei allein kann das allerdings dann nicht lösen», sagte der CSU-Politiker. «Wir werden jedoch auch weiterhin fortlaufend unsere polizeilichen Einsatzkonzepte weiterentwickeln.» 

Auf der Tagesordnung müsse aber die Frage bleiben, wie man mit solchen Erkenntnissen über Drohungen von Schülern im Vorfeld umgeht – auch mit Blick auf Maßnahmen von Schulen und Jugendamt, sagte Herrmann. «Hier müssen wir, wenn dann alles auf dem Tisch liegt, sicherlich auch noch für die Zukunft weitere Konsequenzen ziehen.»
(Mit Informationen von DPA) 

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