Menschen, die den Unterschied machen
Daniel und Lanea engagieren sich im Landkreis Weilheim-Schongau
Menschen, die den Unterschied machen
In unserer Serie „Ehrensache“ stellen wir Menschen vor, die mit ihrem Engagement unsere Region reicher und wärmer machen. Dieses Mal geht es um zwei, die das Ehrenamt mit Herzblut leben: Daniel, 28 Jahre alt und Jugendleiter beim Roten Kreuz, sowie die zehnjährige Lanea, die mit Begeisterung beim Jugendrotkreuz dabei ist.
Ihre Geschichte zeigt, wie wertvoll Ehrenamt ist – und dass man nie zu jung ist, um zu helfen.
Mehr als Pflaster kleben
Daniel ist seit seiner Jugend dabei und heute einer der tragenden Köpfe im Jugendrotkreuz. Ihm geht es nicht nur um Erste Hilfe, sondern auch um Gemeinschaft, Werte und Erlebnisse: „Also die Jugendabteilung ist ganz viel. Wir werben so ein bisschen mit dem Slogan ‘Mehr als Pflaster kleben’, weil ganz viele verbinden das Rote Kreuz mit dem Pflaster kleben, mit dem Erste Hilfe lernen und so weiter, das ist natürlich auch der Kern unserer Arbeit. Aber eben auch ganz viel mehr: Freizeiten, Erlebnisse und Ausflüge usw. und ganz viele Werte, die wir auch nebenbei vermitteln.“ Lanea bestätigt das mit leuchtenden Augen. Sie ist stolz auf das, was sie in zwei Jahren schon gelernt hat: „Am Anfang konnte ich absolut gar nichts. Jetzt weiß ich, wie man Verbände anlegt, was im Verbandskasten drin ist, wie man Personen hilft, die auf der Straße liegen und niemand anderes da ist, der ihnen hilft.“
Wie alles begann
Der Weg ins Ehrenamt war für Daniel fast schon eine Familiengeschichte: „Ich war 14 oder 15, als ich angefangen habe. Da war in Peißenberg eine Veranstaltung, wo das Jugendrotkreuz dabei war. Meine Schwester hat eine Begeisterung dafür gefunden und kurz darauf war im Herbst die Oberlandausstellung. Und daraufhin sind mein Bruder und ich dann auch noch hinzugekommen und seitdem bin ich dabei.“ Heute betreut er Hunderte Kinder und Jugendliche im Landkreis – eine Verantwortung, die er mit Leidenschaft trägt.
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Gemeinschaft, die trägt
Für Lanea bedeutet das Jugendrotkreuz viel mehr als nur Übungen: „Ich komme einfach gerne in die Gruppenstunden, man hat Spaß mit Freunden. Man bekommt mehr Erlebnisse in die Lebensgeschichte dazu. Wir lernen, wie man anderen Personen helfen kann. Das konnte ich sogar schon in der Schule anwenden.“ Sie erzählt, wie sie einem Mitschüler mit einer Platzwunde helfen konnte – ein Moment, der zeigt, wie praktisch und wertvoll das Gelernte ist.
Ein Ehrenamt mit großer Wirkung
Daniel weiß, wie wichtig Nachwuchsarbeit ist – für das Rote Kreuz und für die Gesellschaft: „Die ist super entscheidend, weil wir den Nachwuchs liefern. Also natürlich nicht vollständig, aber ganz viele Mitglieder von uns, die gehen dann in den Rettungsdienst, in Notfallsanitäter-Ausbildungen usw. und starten da dann durch oder gehen auch in die Medizin.“ Dass er dafür viel Zeit investiert, ist für ihn selbstverständlich: „Wie viel es am Ende ist – ich habe keine Ahnung, aber wir haben das irgendwann mal ausgerechnet. Jetzt gerade fürs letzte Jahr. Ich glaube, es war schon an eine Vollzeitstelle hingehend.“
Wünsche für die Zukunft
Natürlich gibt es auch Herausforderungen: fehlende Leiter, Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften, knappe Finanzierung. Auf die Frage nach seinen Wünschen für die Zukunft sagt Daniel: „Der erste Wunsch ist das Thema Wertschätzung, dass alle außerhalb des Roten Kreuzes oder auch unsere Elternschaft einfach dieses Ehrenamt anerkennt und wirklich wertschätzt. Ich wünsche mir einfach, dass unsere Kinder, die Jugendlichen und ehrenamtlichen Jugendleiter weiterhin Spaß dran haben und dass wir immer genug Leute finden, um unsere Ortsgruppen weiterzuführen. Und dass sich die Regierung wieder annimmt, einfach viel stärker fördert und finanziert.“
„Natürlich das Rote Kreuz!“
Zum Schluss gefragt, ob ihr das Jugendrotkreuz oder Hausaufgaben mehr Spaß machen, muss Lanea lachen: „Was ist das für eine Frage? Natürlich das Rote Kreuz.“
Ein leuchtendes Beispiel fürs Ehrenamt
Ob erfahrene Gruppenleiter wie Daniel oder junge Nachwuchskräfte wie Lanea – beide zeigen eindrucksvoll, wie wichtig Ehrenamt für unser Zusammenleben ist. Es schafft Gemeinschaft, gibt Sicherheit und schenkt jungen Menschen Werte fürs Leben. Ihr Engagement ist ein starkes Zeichen: Ehrenamt macht unsere Gesellschaft menschlicher.
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