Go and vote! This is a german voting paper for a local election. | © Unsplash / Mika Baumeister

Stichwahlen Landräte 2026

Stichwahlen Landräte 2026

Anmerkung der Redaktion:
Die Antworten des Landratskandidaten/der Landratskandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln. Die Reihenfolge entspricht der auf den Wahlzetteln. 

Weilheim-Schongau

Bertl, Johann (CSU)
Bertl, Johann (CSU)
+
-

Johann Bertl ist der Landratskandidat für die CSU im Stimmkreis Weilheim-Schongau

Wie soll bezahlbarer Wohnraum im Landkreis Weilheim-Schongau geschaffen werden?

Unser Landkreis ist Zuzugsregion und wird weiterhin wachsen. Menschen aus ganz Deutschland kommen zu uns wegen der attraktiven Lage, der wirtschaftlichen Stärke und der guten Anbindung unseres Landkreises. Bezahlbarer Wohnraum ist ein wichtiges Zukunftsthema in der Hand der Kommunen. Wir müssen im Landkreis alle vorhandenen Möglichkeiten für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums nutzen. Dazu will ich als Landrat prüfen, ob wir die Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis breiter aufstellen können, um Fördermaßnahmen von Bund und Land konsequent zu nutzen. Das Bauturbo-Gesetz des Bundes müssen wir in den Kommunen dafür vollumfänglich nutzen.

Wie kann die Energiewende im Landkreis Weilheim-Schongau vorangetrieben werden?

Dezentrale Energieversorgung und kommunale Wärmeplanung sind in der eigenen Kompetenz der Städte, Märkte und Gemeinden. Der Landkreis unterstützt diese Aufgaben der Kommunen durch seine Mitgliedschaft bei der Stiftung Energiewende Oberland. Die EWO bietet auf diesem Gebiet Beratung für Kommunen und Privatpersonen an. Dafür will ich mich auch künftig einsetzen! Denn kommunale Wärmeplanung kann einen wichtigen Beitrag zur C02-Reduktion im Landkreis leisten. 

 

Wie sollen die Wirtschaft im Landkreis Weilheim-Schongau gestärkt, dem Fachkräftemangel entgegengewirkt und gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert werden?

Wir müssen dafür konsequent und vorrangig in Schulen und berufliche Bildung investieren. Als Landrat will ich unser Schul-IT-Konzept weiterentwickeln und für die IT-Berufe einen Ausbildungszweig bei uns im Landkreis etablieren. Denn gute Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten bringen nachhaltige Perspektiven für Jugendliche und junge Familien. Heute gut ausgebildete Schüler werden in hochqualifizierten Berufen und als Selbständige in Handwerk und Mittelstand die Arbeitsplätze von morgen schaffen. Das nutzt unserem Wirtschaftsstandort. Das schafft Gestaltungsspielräume für Kommunen. Und das stärkt unsere Heimat als attraktiven Wohn- und Arbeitsplatz.

Unserer Wirtschaftsregion können wir neue Impulse geben mit einem landkreisweitenWirtschaftsförderverein. Er wird für Industrie, Mittelstand und Selbständige in Handel und Handwerk unter Beteiligung des Landkreises Ressourcen bündeln und zusätzliche Chancen aktiviert.  ​

 

Wie sieht für Sie ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept für den Landkreis Weilheim-Schongau aus?

Ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept berücksichtigt alle Formen der Mobilität und alle Verkehrsträger. Dazu gehört der Individualverkehr auf 170 km Kreisstraßen des Landkreises genauso wie der Radverkehr. Als touristische Attraktion ist das Radwegenetz auch ein Wirtschaftsfaktor bei uns. 

Mein Ziel als Landrat ist, den ÖPNV im Rahmen des finanziell Möglichen besser aufzustellen. Dabei ist die Schülerbeförderung das Rückgrat und der MVV strategischer Partner für umweltfreundliche Mobilität. Auf Linien, auf denen der Landkreis bisher die Schülerbeförderung in eigener Regie organisiert und finanziert, kann es gelingen, ein kostenpflichtiges Reiseangebot abseits der Hauptachsen auszuweiten. Neue Chancen liegen auch in sogenannten Rufbus-Verkehren, interkommunalen und überregionalen Angeboten wie dem Alpenbus. 

Als Landrat will ich auch beim Schienenpersonenverkehr als Fürsprecher unseres Landkreises auftreten. Ich bin dafür, dass wir die positive Potenzialanalyse für die Fuchstalbahn zusammen mit dem Landkreis Landsberg am Lech und den Anliegerkommunen auf Chancen für unsere Region untersuchen. 

 

Wie wollen Sie im Landkreis Weilheim-Schongau auch in Zukunft eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sicherstellen?

Die Landkreisbürger haben entschieden, dass in Schongau und Weilheim eine verlässliche Gesundheitsversorgung angeboten werden soll. Diesem Wunsch aus dem Bürgerentscheid fühle ich mich verpflichtet. Als Landrat will ich das heute bestehende Angebot im medizinischen Zentrum in Schongau und im Krankenhaus in Weilheim stabilisieren und finanzierbar weiterentwickeln. Beide Standorte werden einander ergänzen. Schongau braucht Weilheim und Weilheim braucht Schongau. 

Als Landrat will ich behördeninterne Synergien stärker nutzen und Standortvorteile für unsere Gesundheitsversorgung schaffen. Dazu gehört die stärkere Zusammenarbeit mit vorhandener medizinischer Forschung und Spitzentechnologie im Landkreis.  

Zur Gesundheitsversorgung gehört außerdem das hervorragende Angebot der niedergelassenen Haus- und Fachärzte, für die wir attraktive Bedingungen erhalten wollen.

​​

Was wünschen Sie sich persönlich: Welches Fazit sollen die Menschen im Landkreis Weilheim-Schongau nach sechs Jahren mit Ihnen als Landrat bzw. Landrätin ziehen können?

Als Landrat will ich der erste Interessenvertreter aller Landkreisbürger sein. Mein Wunsch ist,dass für alle erlebbar ist, dass wir hier im Pfaffenwinkel in einem Landkreis mit Charme und Chancen daheim sind! Weil wir gut ausgestatte Schulen und attraktive Ausbildungseinrichtungen haben, eine verlässliche Gesundheitsversorgung, Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region und weil bei uns daheim die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft genauso gepflegt und gefördert wird, wie unser Brauchtum und das Ehrenamt. 

Genau dafür will ich mich als Landrat mit ganzer Kraft einsetzen und meiner Erfahrung einsetzten.

Sluyterman, Falk (SPD)
Sluyterman, Falk (SPD)
+
-

Falk Sluyterman ist der Landratskandidat für die SPD im Landkreis Weilheim-Schongau

Wie soll bezahlbarer Wohnraum im Landkreis Weilheim-Schongau geschaffen werden?

Gutes und bezahlbares Wohnen ist auch eine Aufgabe des Landkreises. Der Landkreis muss daher den sozialen Wohnungsbau nicht nur fördern, sondern auch selbst Wohnungen bauen - im Westen des Landkreises mit einer neuen Wohnungsbaugesellschaft und im Osten mit der bewährten Wohnbau GmbH Weilheim.

Für junge Familien wie auch für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger muss es möglich sein, geeigneten und bezahlbaren Wohnraum in unserem Landkreis zu finden.

 

Wie kann die Energiewende im Landkreis Weilheim-Schongau vorangetrieben werden?

Für mich ist der Klimawandel eine der größten Herausforderungen, die auf uns in den nächsten Jahren zukommen wird. Deshalb muss der Landkreis an seinem Ziel festhalten, bis 2035 seinen Energieverbrauch ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Hierbei spielt vor allem die Energieversorgung eine große Rolle. Meine Devise: Vom Pfaffenwinkel zum Sonnenwinkel. Wir müssen die Solarenergie-Gewinnung maximieren, wobei alle Optionen von der Agri-PV-Anlage bis hin zum Balkonkraftwerk eine große Rollespielen. Flächen von Gebäuden des Landkreises müssen wir weiter mit PV-Elementen ausstatten. Außerdem setze ich mich dafür ein, dass die gesetzlich vorgeschriebenen 2 % der Landkreisfläche bzw. der Planungsregion 17 als Flächen für eine mögliche Windkraftnutzung ausgewiesen werden. Hierbei kommt es aber darauf an, dass dort eine ausreichende Windernte zu erwarten ist. Klimaschutz gelingt nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen: Unternehmen, Kommunen sowie der Landkreis und seine Bevölkerung.


Wie sollen die Wirtschaft im Landkreis Weilheim-Schongau gestärkt, dem Fachkräftemangel entgegengewirkt und gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert werden?

Für mich ist Wirtschaftsförderung schon immer Chefsache! Eine offensive Wirtschaftsförderung, die vor allem Betriebe in der Transformation unterstützt, muss das Ziel sein. Der Landkreis muss z. B. dabei helfen, Fördermittel schneller zu den Unternehmen zu bringen, Bürokratie abzubauen und den Landkreis als Standort für die Zukunft zu stärken. Mein Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern, neue zu schaffen und den Strukturwandel zu meistern. Ein neuer Wirtschaftsförderverein, der das Bindeglied zwischen den Unternehmen und dem Landrat darstellt, kann nach meiner festen Überzeugung das Sprungbrett für eine bessere Wirtschaftsförderung sein.

Investitionswillige Unternehmer finden aber schon jetzt bei uns im Landkreis allerbeste Voraussetzungen: Wir verfügen über eine gute Infrastruktur im Bereich Kinderbetreuung, Schulen, Gesundheitswesen, Straßen, Freizeiteinrichtungen und ÖPNV. Deshalb haben wir (noch) ausreichend gut ausgebildete und fleißige Fachkräfte. 

Unsere Lage in einer landschaftlich sehr reizvollen und gewachsenen Kulturlandschaft mit einem hohen Freizeitwert schafft attraktive Lebensbedingungen, die sowohl Unternehmer wie auch Fach- und Führungskräfte schätzen. Deshalb wird unser Landkreis auch künftig für Familien ein attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum bleiben. So können wir dem Fachkräftemangel entgegenwirken. 
 

Wie sieht für Sie ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept für den Landkreis Weilheim-Schongau aus?

Als überzeugter Bahnfahrer, der dienstlich und auch privat häufig mit der Bahn unterwegs ist, weiß ich, dass pünktliche und zuverlässige Zugverbindungen in unserem Landkreis oft nur Wunschdenken sind. Ich werde mich weiterhin mit meiner ganzen Kraft und Berufserfahrung auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass das Eisenbahnnetz im Landkreis ertüchtigt und ausgebaut wird: das zweite Gleis für eine zuverlässige Werdenfelsbahn, die Instandsetzung der Kochelseebahn sowie der Pfaffenwinkelbahn und die längst überfällige Reaktivierung der Fuchstalbahn von Schongau nach Landsberg. Die zahlreichen und unerträglichen Langsamfahrstrecken müssen schnellstmöglich beseitigt werden. Das starre Bussystem muss - abgesehen von der Schülerbeförderung - neu überdacht werden, und durch flexible, bedarfsorientierte Mobilitätsangebote (Rufbusse, Anrufsammeltaxis usw.) ergänzt oder sogar ersetzt werden. Die ÖPNV-Angebote müssen es auch ermöglichen, regelmäßig und pünktlich zu einem Bahnhof zu gelangen, um dort auf den Zug umzusteigen. Die Routenführung des neuen Alpenbusses, durch die der westliche Landkreis (Raum Schongau) benachteiligt wird, muss geändert werden. Das Deutschland-Ticket zeigt: Die Menschen sind bereit, das Auto stehen zu lassen und auf den ÖPNV umzusteigen. Aber eben nur dann, wenn das Angebot passt.

 

Wie wollen Sie im Landkreis Weilheim-Schongau auch in Zukunft eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sicherstellen?

Keine Frage: Als Erster Bürgermeister der Stadt Schongau habe ich für den Erhalt unseres Krankenhauses gekämpft und hätte es gerne vor Ort erhalten. Nachdem allerdings im Kreistag im September 2023 entschieden wurde, dass Schongau zu einem Ambulanzzentrum transformiert und das Weilheimer Haus zum Schwerpunktversorger weiter ausgebaut werden soll, müssen wir nun daraus das Beste machen. Aus meiner Sicht ist das SOGesund auf einem guten Weg und gewährleistet eine erstklassige Medizin in unserer Region. Nunmehr müssen aber auch die Prognosen der Geschäftsleitung eintreten, dass nämlich das hohe Defizit der Krankenhaus GmbH durch den beschriebenen Transformationsprozess deutlich geringer wird. Hierbei spielt auch die Krankenhausreform eine wesentliche Rolle, bei der unbedingt neben Fallpauschalen auch sog. Vorhaltevergütungen, die vor allem Schongau zugutekämen, eingeführt werden müssen. Zudem muss die Staatsregierung endlich eine verlässliche Krankenhausplanung erstellen. Für mich gilt: Beide Häuser weiter ausbauen und stabilisieren; in Schongau die Zeiten der Notfallambulanz weiter ausdehnen und Weilheim so stärken, dass es dem – aus meiner Sicht schon vor einigen Jahren zu erwartenden – Konkurrenzdruck durch das Klinikum Starnberg standhält.


Was wünschen Sie sich persönlich: Welches Fazit sollen die Menschen im Landkreis Weilheim-Schongau nach sechs Jahren mit Ihnen als Landrat bzw. Landrätin ziehen können?

Ich würde mich freuen, wenn die Menschen im Landkreis nach sechs Jahren sagen können, dass sich der Landkreis seit der Kommunalwahl 2026 spürbar positiv entwickelt hat – und dass sie diese Entwicklung auch mit mir in Verbindung bringen. Wenn meine Handschrift erkennbar ist, wäre das für mich Bestätigung und zugleich ein wichtiger Ansporn für eine erneute Kandidatur im Jahr 2032.

Bad Tölz-Wolfratshausen

Holz, Thomas (CSU)
Holz, Thomas (CSU)
+
-

Thomas Holz ist der Landratskandidat für die CSU im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Wie soll bezahlbarer Wohnraum im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen geschaffen werden?

Der neu eingeführte „Bauturbo“ ist hier ein zentrales Mittel. Denn bezahlbarer Wohnraum entsteht nur, wenn schneller und einfacher gebaut werden kann. Genau hier setzt der „Bauturbo“: Er ermöglicht es den Kommunen, Wohnbauvorhaben zügiger zu genehmigen und von aufwendigen Verfahrensschritten zu entlasten. Diese neuen Spielräume müssen wir im Landkreis konsequent nutzen und deswegen sollte das Landratsamt hier die Gemeinden aktiv unterstützen. Konkret heißt das: Mehr Wohnungsbau in bestehenden Ortslagen, die bessere Nutzung von Baulücken und Nachverdichtung dort, wo Infrastruktur bereits vorhanden ist. 

Gleichzeitig müssen auch kommunale und genossenschaftliche Wohnbauprojekte gezielt unterstützt werden, denn sie sichern dauerhaft bezahlbare Mieten.

Mir ist wichtig: Wir schaffen Wohnraum mit Augenmaß – ohne unsere Landschaft zu zubauen, aber mit klarer Priorität für Menschen, die hier leben und arbeiten. 

 

Wie kann die Energiewende im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen vorangetrieben werden?

Klima- und Umweltschutz müssen wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Denn der weit überwiegende Teil wird sicher gerne seinen Teil dazu beitragen, unsere so schöne Natur für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.

Deshalb ist mein Ansatz, Klimaschutz nicht gegen die Lebensrealität der Menschen auszuspielen, sondern ihn mit ihren konkreten Interessen zu verbinden. Wenn bspw. Photovoltaik die Stromrechnung senkt, wenn Nahwärme unabhängig macht oder wenn regionale Energie Wertschöpfung in unserem Landkreis hält, dann wird Energiewende wieder greifbar.

 

Wie sollen die Wirtschaft im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gestärkt, dem Fachkräftemangel entgegengewirkt und gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert werden?

Drei Punkte sind für mich in diesem Zusammenhang sehr zentral: Erstens verlässliche Rahmenbedingungen für unsere Betriebe, zweitens gezielte Fachkräftegewinnung und -bindung und drittens eine enge Vernetzung von Wirtschaft, Schulen, Hochschulen und Verwaltung.

Unsere mittelständischen Unternehmen, das Handwerk, der Tourismus und die Landwirtschaft sind das Rückgrat des Landkreises. Sie brauchen Planungssicherheit, weniger Bürokratie, schnelle Genehmigungen und eine leistungsfähige Infrastruktur – von Verkehr über Digitalisierung bis hin zu bezahlbarem Wohnraum. Deshalb möchte ich die Wirtschaftsförderung noch stärken, damit die Betriebe einen Ansprechpartner im Landratsamt haben, der sie unterstützt – egal ob beim Förder- oder beim Bauantrag.

Dem Fachkräftemangel begegnen wir, indem wir Ausbildung und Weiterbildung stärken, Berufsorientierung frühzeitig fördern und den Landkreis für junge Menschen und Familien attraktiv halten. Dazu gehören moderne Schulen, gute Kinderbetreuung, flexible Arbeitsmodelle und ein lebenswertes Umfeld. Gleichzeitig müssen wir Fachkräfte von außerhalb gezielt ansprechen und ihnen das Ankommen erleichtern. 

Kurz gesagt: Ich will eine aktive, gestaltende Wirtschaftspolitik auf Landkreisebene – gemeinsam mit Unternehmen, Kommunen und Sozialpartnern. Denn nur so sichern wir Arbeitsplätze, stärken unsere regionale Wertschöpfung und erhalten die hohe Lebensqualität in unserem Landkreis.

 

Wie sieht für Sie ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen aus?

in zukunftsfähiges Verkehrskonzept für unseren Landkreis muss nachhaltig, vernetzt und bürgernah sein. Dazu gehört natürlich ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr, der die Menschen zuverlässig verbindet – wie die geplante Verlängerung der S7 nach Geretsried, die das Pendeln erleichtern und den Individualverkehr entlasten wird.

Darüber hinaus setze ich auf die sinnvolle und bedarfsgerechte Umsetzung des Nahverkehrsplans sowie des Radwegekonzepts, damit Busse, Bahnen und Fahrräder sicher, schnell und attraktiv werden. Gleichzeitig müssen wir unsere Straßen für den Verkehr erhalten, aber nicht überlasten, und neue Technologien intelligent nutzen, um Staus zu vermeiden.

Als Landrat will ich dafür sorgen, dass alle Verkehrsträger zusammenspielen, der Landkreis gut erreichbar bleibt und Mobilität für alle Generationen klimafreundlich, modern und praktikabel wird.

 

Wie wollen Sie im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen auch in Zukunft eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sicherstellen?

Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung gelingt nur, wenn wir Strukturen sichern, Fachkräfte halten und Versorgung neu denken. Deswegen ist es zunächst einmal entscheidend, dass – trotz Krankenhausreform – der Standort der Kreisklinik Wolfratshausen erhalten bleibt. Die Versorgung mit Haus- und Fachärzten in unserem Landkreis ist aktuell gut, da unsere Region sehr attraktiv als Wohn- und Arbeitsgegend ist. Neue Wege müssen wir im Bereich der Pflege gehen, da gemäß unseres Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes im Jahr 2040 über 500 stationäre Pflegeplätze fehlen werden. Hier gilt es weitere Modelle zu entwickeln und nach einer positiven Testphase das Projekt „Versorgt vor Ort“ zu stärken.

 

Was wünschen Sie sich persönlich: Welches Fazit sollen die Menschen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen nach sechs Jahren mit Ihnen als Landrat bzw. Landrätin ziehen können?

Unser Landkreis ist lebens- und liebenswert, modern und verlässlich – wir bewahren, was unsere Heimat ausmacht, und gestalten miteinander die Zukunft. Eine bürgernahe, digitale Verwaltung, starke Kommunen sowie gute Perspektiven für Handwerk, Wirtschaft, Landwirtschaft und insbesondere für junge Menschen sorgen dafür: Die Bürger fühlen sich hier dauerhaft wohl und leben und arbeiten gerne hier, Familien bleiben, Jugendliche sehen Chancen und ehrenamtliches Engagement vor Ort lohnt sich.

Schmid, Ludwig (Freie Wähler)
Schmid, Ludwig (Freie Wähler)
+
-

Ludwig Schmid ist der Landratskandidat für die Freien Wähler im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Wie soll bezahlbarer Wohnraum im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen geschaffen werden?

Zum einen kann und muss bestehender Wohnraum (besser) genutzt werden. Das kann zum Beispiel durch innovative Konzepte wie „Wohnen gegen Hilfe“ oder auch altersinduzierten gezielten Wohnungstausch erreicht werden; dabei kann der Landkreis durch die Errichtung einer Koordinierungsplattform unterstützen. Zum anderen muss neuer Wohnraum geschaffen werden. Dafür ist eine bessere und frühzeitigere Abstimmung zwischen Kommunen, Bauinteressierten und Genehmigungsbehörde von Nöten. Lehrlingswohnheime können auch im Hinblick auf die Wirtschaft und den dort vorhandenen Personalbedarf ein sehr interessanter Ansatzpunkt sein.

 

Wie kann die Energiewende im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen vorangetrieben werden?

Zum einen muss Energie bei bestehenden Bedarfen durch gezielte Maßnahmen (z.B. Vermittlung von Förderungen zur Umrüstung) effizienter eingesetzt werden. Zum anderen muss die Energieerzeugung durch technologieoffene Maßnahmen -angepasst an unsere Situation vor Ort- von umweltbelastenden Verfahren hin zu einer ressourcenschonenden nachhaltigen Erzeugung transformiert werden.

 

Wie sollen die Wirtschaft im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gestärkt, dem Fachkräftemangel entgegengewirkt und gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert werden?

Die breit aufgestellte heterogene Wirtschaftsstruktur in unserem Landkreis muss durch bürokratiemindernde und effizientere Verwaltungsprozesse sowie einen ständigen Austausch und Dialog auf Augenhöhe erhalten und gestärkt werden. Eine bessere Vernetzung auch im Hinblick auf das durch Wohnraummangel gehemmte Entwicklungspotenzial muss durch Verbände mit Unterstützung durch die öffentliche Verwaltung erfolgen.

 

Wie sieht für Sie ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen aus?

In einem Flächenlandkreis wie unserem mit zahlreichen Flächengemeinden ist ein sinnvoller Ausbau des ÖPNV unter den finanziellen Vorzeichen schwer, aber nicht unmöglich, weiterzuentwickeln. Der Bedarf ist da, und mit dem fortzuschreibenden Nahverkehrsplan ist eine sinnvolle Entwicklung angestoßen, deren erste Erfolge mit den X-Bussen und dem Flex-Bus-System sichtbar werden. An einer angemessenen Straßeninfrastruktur für Automobilität und Fahrradverkehr führt jedoch nach wie vor kein Weg vorbei.

 

Wie wollen Sie im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen auch in Zukunft eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sicherstellen?

Zu einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung gehören neben stationären Einrichtungen (wie Kliniken) und ambulanten Praxen (wie Haus- und Fachärzte) auch der Bereich der Pflege, der Rettungsdienst und der Dienstleistungsbereich (u.a. Apotheken und Gesundheitshäuser). In vielen dieser Bereich kommt es aktuell zu Umbrüchen und Umstrukturierungen. Diese Entwicklung müssen wir auf dem Schirm haben und rechtzeitig Maßnahmen einleiten, damit wir nicht irgendwann ohne ausreichend niedergelassene Ärzte, Apotheken und Versorgern dastehen. Wir müssen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, den Finanzierungsregeln und der Strukturreform durch sinnvolle Kooperationen einen Weg finden, den Bedarf unserer Bürger an einer möglichst umfassenden Versorgung weiterhin gewährleisten zu können.

 

Persönliche Frage: Welches Fazit sollen die Menschen im Landkreis nach sechs Jahren mit Ihnen als Landrat ziehen können?

Da halt ich es mit dem alten bayrischen Motto „net gschimpft is globt gnua“. Zufrieden bin ich, wenn unsere Bürger nach sechs Jahren Ludwig Schmid sagen können „A Fehler wars nicht, dass ma ihn gewählt haben“.

Landsberg am Lech

Eichinger, Thomas (CSU)
Eichinger, Thomas (CSU)
+
-

Thomas Eichinger ist der Landratskandidat für die CSU im Landkreis Landsberg am Lech

Groß, Daniela (Grüne)
Groß, Daniela (Grüne)
+
-

Daniela Groß ist die Landratskandidatin für die Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis Landsberg am Lech

 

Wie soll bezahlbarer Wohnraum im Landkreis Landsberg am Lech geschaffen werden?

Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Fragen im Landkreis. Als Landrätin möchte ich die Gemeinden stärker unterstützen, etwa durch Beratung, Koordination und eine aktive Nutzung bestehender Förderprogramme. Wichtig ist, dass wir vorhandene Flächen klug nutzen, nachverdichten und bezahlbaren Wohnraum gezielt priorisieren, statt immer weiter nach außen zu wachsen. Der Landkreis kann außerdem eine stärkere Rolle bei kommunalem und genossenschaftlichem Wohnungsbau spielen. Ziel ist Wohnen, das sich Familien, Auszubildende, Pflegekräfte und Beschäftigte vor Ort leisten können.

 

Wie kann die Energiewende im Landkreis Landsberg am Lech vorangetrieben werden?

Die Energiewende gelingt nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Ich möchte den Ausbau erneuerbarer Energien planvoll, naturverträglich und mit echter Bürgerbeteiligung vorantreiben. Dazu gehören Photovoltaik auf Dächern, Windräder an geeigneten Standorten, die Nutzung bestehender Infrastruktur sowie Energiegenossenschaften, von denen Bürgerinnen und Bürger direkt profitieren. Gleichzeitig muss der Landkreis bei der Verbesserung der Energieeffizienz und Sanierung in seinen eigenen Gebäuden und Liegenschaften mit gutem Beispiel vorangehen. So verbinden wir Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung.

 

Wie sollen die Wirtschaft im Landkreis Landsberg am Lech gestärkt, dem Fachkräftemangel entgegengewirkt und gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert werden?

Ein starker Landkreis braucht eine starke regionale Wirtschaft. Mir ist wichtig, bestehende Betriebe zu sichern und weiterzuentwickeln, insbesondere Mittelstand und Handwerk. Dem Fachkräftemangel begegnen wir durch gute Kinderbetreuung, bezahlbaren Wohnraum, verlässliche Mobilität und einem familienfreundlichen Umfeld. Als Landrätin sehe ich mich auch als pragmatische und lösungsorientierte Brückenbauerin zwischen Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Verwaltung.

 

Wie sieht für Sie ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept für den Landkreis Landsberg am Lech aus?

Ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept bedeutet für mich: echte Wahlfreiheit. Der öffentliche Nahverkehr muss zuverlässig, gut getaktet und für alle erreichbar sein, insbesondere im ländlichen Raum. Ich setze mich für bessere Busverbindungen, die Anbindung aller größerer Gemeinden an die Bahnknoten Kaufering und Geltendorf sowie für sichere Rad-und Fußwege ein. Ziel ist weniger Stau, mehr Lebensqualität und zukunftsorientierte Mobilität, die im Alltag funktioniert.

 

Wie wollen Sie im Landkreis Landsberg am Lech auch in Zukunft eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sicherstellen?

Eine verlässliche Gesundheitsversorgung ist ein Kernbestandteil guterLebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land. Ich möchte die bestehenden Strukturen sichern und weiterentwickeln, vom Klinikum über die ärztliche Versorgung bis zur Pflege. Der Landkreis muss hier koordinierend, unterstützend und vorausschauend handeln, insbesondere bei der Gewinnung von Fachkräften und der Vernetzung von ambulanten und stationären Angeboten. Gesundheit darf keine Frage des Wohnorts sein.

 

Was wünschen Sie sich persönlich: Welches Fazit sollen die Menschen im Landkreis Landsberg am Lech nach sechs Jahren mit Ihnen als Landrat bzw. Landrätin ziehen können?

Ich wünsche mir, dass die Menschen sagen: „Sie war nahbar, ehrlich und hat zugehört. Sie hat Entscheidungen transparent getroffen und den Landkreis gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vorangebracht.“ Wenn die Familien sich gut unterstützt fühlen, Mobilität verlässlicher geworden ist und Politik wieder als lösungsorientiert und menschlich wahrgenommen wird, dann habe ich mein Ziel erreicht.