Streit um Kramertunnel ab heute vor Gericht
Der Streit um den Bau des Kramertunnels in Garmisch-Partenkirchen landet heute vor dem bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Es geht um eine Klage des Bund Naturschutzes gegen den Freistaat Bayern.
Die Umweltschützer kritisieren, dass der Bau des Umfahrungstunnels auf Kosten der Natur gehe. Durch den Tunnelbau seien bedeutsame Feuchtbiotope trockengefallen und geschützte Biotopkomplexe zerstört worden, so der BN. Er fordert den Freistaat dazu auf, die Schäden zu sanieren. Im Kern gehe es um das Grundwasser, dass beim Bau in den Tunnelstollen eingetreten ist. Dadurch sei der Grundwasserspiegel am Berg abgesunken, was den Mooren am Hang Feuchtigkeit entzog. Der BN verlangt, die Felsklüfte mit Betoninjektionen abzudichten. Mit der Klage will der Bund Naturschutz erreichen, dass zumindest im Erkundungsstollen, aber auch im Hauptstollen diese Maßnahmen durchgeführt werden.