Wölfe im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Landrat fordert Lösungen
Seit Oktober 2022 sind aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen elf Meldungen beim Bayerischen Landesamt für Umwelt eingegangen, die als Wolfsnachweise bestätigt wurden. Darüber hinaus gibt es auch noch weitere Fälle, die nicht bestätigt werden können. Unteranderem bei Sichtungen ohne Fotos.
Landrat Anton Speer sieht unter diesen Voraussetzungen „die Ausübung der Weide- und Almwirtschaft im Landkreis in Gefahr“, so heißt es in einer Mitteilung. Er sei deshalb mit übergeordneten Behörden in Kontakt, um so eine Lösung für die „Wolfsproblematik im Kreis Garmisch-Partenkirchen zu erreichen“, so der Landrat weiter. Genetische Analysen deuten auf drei verschiedene Tiere hin. Weitere Meldungen und Sichtungen werden aktuell noch überprüft.
Nachdem Tirol gestern den Abschuss der Tiere erleichtert hat, werden jetzt auch Stimmen aus Bayern laut. So fordert unteranderem Hans Stöckl, Geschäftsführer des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern, dass das Verfahren zur Entnahme vereinfacht werde. Laut ihm stehe im Werdenfels eine Rudelbildung kurz bevor. Hier wurde mindestens ein männliches und ein weibliches Tier nachgewiesen. Unterstützung gibt es derweil auch aus der Politik. Bayerns Landwirtschaftsministerin sagte, dass sie das Anliegen Tirols teile, möglichst schnell bei auffälligen Wölfen mit Entnahmen reagieren zu können.