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Urteil nach Raserprozess auf der A95

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03.03.2023

Nach einem tödlichen Raserunfall auf der A95 ist der 26-jährige Fahrer zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Der Angeklagte sei „nicht der klassische Kriminelle“, sagte die Richterin heute in ihrer Urteilsbegründung am Amtsgericht München. Er sei ein junger Mann, der sich selbst überschätzt habe - mit „der schlimmstmöglichen Folge“. Das Gericht verhängte zusätzlich zur Bewährungsstrafe auch 400 Arbeitsstunden und eine Führerschein-Sperre für weitere drei Jahre. „Sie haben eine zweite Chance bekommen, ihr Freund nicht mehr“, sagte die Staatsanwältin heute vor Gericht. Der inzwischen 26-jährige Student wurde wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens und fahrlässiger Tötung verurteilt. Sein Beifahrer war bei dem schweren Unfall am 1. September 2019 gestorben. Die Staatsanwaltschaft entschuldigte sich heute bei der Familie dafür, dass die Angehörigen monatelang davon ausgingen, der Getötete habe am Steuer gesessen. Der Angeklagte sagte in seinem letzten Wort, er hoffe, dass er sich irgendwann einmal mit der Familie seines Freundes an einen Tisch setzen könne. 

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