Wölfe und Bären im Oberland - heute möglicherweise Beschluss zu Wolfsabschuss
Heute könnte im bayerischen Kabinett ein Beschluss zur Erleichterung der Entnahme von Wölfen auf den Weg gebracht werden. Vereinfacht gesagt geht es darum, dass Wölfe künftig schneller abgeschossen werden dürfen. Unterstützer dessen ist Ministerpräsident Markus Söder.
In Bayern gibt es aktuell sieben Wolfsgebiete, seit Ende März gehört das Gebiet „Staffelsee-West“ im Landkreis Garmisch-Partenkirchen dazu. Als Wolfsgebiet gilt eine Region, in der die Anwesenheit von Wölfen über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten dauerhaft nachgewiesen wird.
Bei der heutigen Entscheidung im Kabinett geht es zwar insbesondere um den Wolf, mittelfristig könnten aber auch andere Tiere, wie der Bär in den Fokus geraten.
Denn auch mehrere Hinweise auf einen Braunbären wurden im vergangenen Sommer in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen bestätigt. Und jetzt gibt es ganz in der Nähe Neue.
Am vergangenen Wochenende wurden in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim Spuren von einem Braunbären im Schnee gefunden. Die nächste Bärenpopulation befindet sich im italienischen Trentino. Junge Männchen streifen auf der Suche nach einem Weibchen zum Teil sehr weit umher. Es wird, laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt aber nicht davon ausgegangen, dass sich Bären in Bayern dauerhaft ansiedeln.