Lady Justice. | © Unsplash / Tingey Injury Law Firm

Eching am Ammersee: Ursula Herrmanns mutmaßlicher Entführer könnte freikommen

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01.06.2023

Vor über 40 Jahren, im September 1981, ist die damals zehnjährige Ursula Herrmann aus Eching am Ammersee auf dem Heimweg entführt worden – sie wurde in einer vergrabenen Kiste eingesperrt und erstickte. Ihr rechtskräftig verurteilter Entführer kann  voraussichtlich in den nächsten Tagen nach 15 Jahren das Gefängnis verlassen. Das hat das Landgericht Lübeck jetzt mitgeteilt.

Das gelte aber nur, wenn die Augsburger Staatsanwaltschaft auf Rechtsmittel gegen die Entscheidung verzichtet, heißt es. Bis die Entscheidung rechtskräftig ist, bleibe der Mann noch im Gefängnis, sagte ein Gerichtssprecher. Die Bewährungszeit beträgt fünf Jahre, er soll einen Bewährungshelfer bekommen. 

Der Fall Ursula Herrmann ist eines der spektakulärsten Verbrechen in der Geschichte der Bundesrepublik. Das Mädchen war 1981 am Ammersee verschleppt und in einer Kiste vergraben worden. Das zehnjährige Kind erstickte darin.

Erst im Mai 2008 wurde der mutmaßliche Täter in Schleswig-Holstein festgenommen und kam in U-Haft. Im März 2010 wurde er verurteilt. Er beteuert bis heute seine Unschuld. In den 15 Jahren Haft ist die U-Haft mitberechnet.

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