Weilheimer wird schwerer Landesverrat vorgeworfen
Vor fast einem Jahr wurde ein Mann aus Weilheim festgenommen. Der Vorwurf gegen den damaligen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes lautete Geheimnisverrat. Laut Medieninformationen klagt der Generalbundesanwalt den Weilheimer und einen mutmaßlichen Komplizen jetzt wegen schweren Landesverrats an.
Er soll mit Beginn des Ukrainekrieges geheime Informationen des BND über einen Mittelsmann an den russischen Inlandsgeheimdienst weitergegeben und im Gegenzug 400.000 Euro für seinen Verrat erhalten haben. Die Treffen mit dem mutmaßlichen Komplizen sollen sich unter anderem in Weilheim und am Starnberger See zugetragen haben. Seit seiner Inhaftierung schweigt der mutmaßliche Maulwurf zu den Vorfällen. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Jetzt muss das zuständige Berliner Kammergericht entscheiden, ob es die Anklage zulässt.