Tödliches Zugunglück: Lokführer soll vor Unfallstelle gewarnt haben
Das Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen im Juni vergangenen Jahres hätte möglicherweise verhindert werden können. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, soll der Lokführer eines anderen Zuges einen Tag vor dem Unglück vor der späteren Unfallstelle gewarnt haben. Laut der „SZ“ habe der Lokführer an der Stelle größere Probleme wahrgenommen und diese intern an den zuständigen Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn in Weilheim gemeldet. Der soll die Warnung offenbar nicht weitergeleitet haben. Deswegen stehe jetzt wohl eine Anklage wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung im Raum. Die Zeitung beruft sich auf Ermittlungsergebnisse der zuständigen Staatsanwaltschaft in München. Nach einem Zwischenbericht des Bundesamtes für Eisenbahnunfalluntersuchung waren beschädigte Betonschwellen Schuld an dem tödlichen Zugunglück. Dabei starben fünf Menschen, 78 weitere wurden verletzt.