S-Bahn-Unfall bei Schäftlarn: Anklage gegen einen der beiden Fahrer erhoben
Ein Toter, über 50 verletzte und ein Sachschaden in Höhe von etwa 7 Millionen Euro. Das war die Bilanz einer Kollision zweier S-Bahnen bei Schäftlarn im Februar vergangenen Jahres. Jetzt steht fest, gegen einen der beiden Bahnfahrer wird Anklage erhoben.
Der Zug Richtung München soll bei der Anfahrt am Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn wegen überschrittener Geschwindigkeit zwangsweise ausgebremst worden sein. Der Angeschuldigte setzte sich wohl pflichtwidrig darüber hinweg. Bei der anschließenden Abfahrt war laut Angaben der Staatsanwaltschaft außerdem ein Haltesignal überfahren worden. In Folge sei das Fahrzeug bis zum Stillstand ausgebremst worden. Der Triebwagenführer habe die Bremsung aber aufgelöst und die Fahrt nach kurzer Standzeit in Richtung des eingleisigen Streckenabschnittes fortgesetzt, ohne vorher den zuständigen Fahrdienstleiter über Zugfunk verständigt zu haben. Hier kam es dann zur Kollision.