Palace of Justice in Nuremberg, Germany | © Unsplash / Sandra Dempsey

Urteil nach 33 Jahren - Mafia-Schutzgelderpressung in Landsberg

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01.12.2023

33 Jahre nach einer Mafia-Schutzgelderpressung in Landsberg am Lech ist einer der damaligen Täter jetzt vom Amtsgericht Augsburg verurteilt worden. Der 60-Jährige hat die Tat in vollem Umfang eingeräumt. Sein Urteil: eine einjährige Bewährungsstrafe wegen gemeinschaftlicher räuberischer Erpressung.

Dabei ging es um Vorwürfe aus den Jahren 1989 und 1990. Damals war ein Gastwirt aus Landsberg am Lech von mehreren Männern, darunter auch der Angeklagte, bedrängt worden. Der Wirt sollte monatliches Schutzgeld in Höhe von damals 1000 Mark für sein Lokal zahlen. Ihm wurde gedroht, dass sonst „Köpfe rollen“ würden und ihm das abgeschnittene Ohr seines Kindes per Paket zugeschickt werde. Der Gastronom zahlte 4000 Mark. Normalerweise wären die Vorwürfe bereits nach 20 Jahren verjährt. Gegen den Angeklagten war allerdings im Jahr 2006 ein Haftbefehl ausgestellt worden, wodurch die Verjährung unterbrochen wurde.

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