Mitangeklagter sagt gegen BND-Mitarbeiter aus Weilheim aus
Seit Mitte Dezember läuft vor dem Berliner Kammergericht der sogenannte "Maulwurf-Prozess" - unter anderem gegen einen ehemaligen Bundesnachrichtendienst Mitarbeiter aus Weilheim. Jetzt hat sein mutmaßlicher Komplize umfassend ausgesagt. Gemeinsam mit dem 32-Jährigen soll der 53-Jährige im Herbst 2022 vertrauliche Informationen an den russischen Geheimdienst rausgegeben haben. Die Bundesanwaltschaft wirft den beiden deshalb Landesverrat vor.
Der 32-Jährige wiederholte, dass er für den Weilheimer Material des BND nach Moskau transportiert und übergeben habe. Bei den ausspionierten Informationen soll es sich um ein Staatsgeheimnis im Sinne des Strafgesetzbuchs handeln. Im Gegenzug gab es wohl einen „Agentenlohn“ in Höhe von 450.000 Euro. Die Aussage des 32-Jährigen ließ allerdings viele Lücken. Am frühen Nachmittag unterbrach der Richter die Sitzung, um einen Fragenkatalog zu strukturieren. Weiter geht es morgen ab 09:30 Uhr.