Seit heute wird verhandelt - "Prostituierten-Mord" in Berg am Starnberger See
+++ Update 16:30 Uhr +++
Vor über zwei Jahren ist in Berg am Starnberger See eine Leiche gefunden worden – seit heute läuft jetzt der Prozess vor dem Münchner Landgericht. Dem 27-Jährigen wird vorgeworfen seine Partnerin und die Mutter seiner Kinder getötet und angezündet zu haben. Zum Prozessauftakt äußerte sich der Mann zu seinen persönlichen Verhältnissen, sprach von Gewalt in der Kindheit und massivem Alkoholkonsum. Außerdem gab er zu, mit seiner Partnerin über ihren Job als Prostituierte gestritten zu haben. Laut Staatsanwaltschaft war das auch der Grund, warum der 27-Jährige die Frau tötete. Am Montag soll der Prozess fortgesetzt werden – ein Urteil wird für Ende April erwartet.
Ursprüngliche Meldung:
Über zwei Jahre nach dem Fund einer Leiche in Berg am Starnberger See wird der sogenannte „Prostituierten-Mord“ ab heute verhandelt. Ein 27-jähriger Tatverdächtiger muss sich vor dem Münchner Landgericht verantworten. Bereits im Mai hatte die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Totschlags erhoben – sie wirft dem Mann vor, seine Lebensgefährtin getötet zu haben. Dazu der Richter des Oberlandesgerichts Dr. Laurent Lafleur im Radio Oberland Interview:
"Bei einem Streit über die Tätigkeit der Geschädigten als Prostituierte, soll er sie zunächst mit den Füßen getreten und dann bis zum Tode gewürgt haben. Anschließend, so die Staatsanwaltschaft, habe er den Leichnam der Geschädigten in Berg am Starnberger See in einem Waldstück mit Benzin überschüttet und angezündet."
Das Landgericht München hat rund 20 Verhandlungstage angesetzt – ein Urteil könnte Ende April fallen.