"Hellseher-Prozess" mit Opfer aus Peißenberg wohl ausgesetzt - Angeklagte erscheinen unentschuldigt nicht
Die Verhandlungen im Betrugsprozess um angebliche Hellseherei mit einer Peißenbergerin als Opfer sind wohl ausgesetzt worden. Der Prozess hatte erst vorgestern begonnen. Die beiden Angeklagten seien heute zum zweiten Verhandlungstag unentschuldigt nicht erschienen, teilte ein Gerichtssprecher auf Nachfrage mit.
Jetzt werde geprüft, inwieweit die Voraussetzungen für einen Haftbefehl gegeben sind. Vermutungen, dass sich das angeklagte Paar in die Türkei abgesetzt haben könnte, ließ das Gericht unkommentiert. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet. Den Angeklagten wird vorgeworfen über mehrere Jahre mehr als eine Million Euro von einer Frau aus dem Oberland ergaunert zu haben. Laut Staatsanwaltschaft spielte der 47-Jährige seinem mutmaßlichen Opfer vor, ein Medium zu sein, das Segen bringen und Schande von ihr und ihrer Familie fernhalten kann. Seine Frau ist wegen Beihilfe angeklagt.