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Murnau: Verdächtiges Pulver löst Großalarm in Unfallklinikum aus

Lesedauer 3 Minuten
17.05.2024

+++ Update 17.05 / 13:00 Uhr +++

Nach dem Großeinsatz wegen des giftigen Natriumazids an der Murnauer Unfallklinik dauern die Ermittlungen weiter an. Ein 47 Jahre alter Berufsschüler war am Donnerstag nach der Einnahme des Pulvers in einer Pflegeschule in Penzberg zusammengebrochen und im Krankenhaus gestorben. Woher der Mann das Gift bezogen hatte, war am Freitag noch unklar, wie ein Polizeisprecher jetzt sagte. Hierzu müsse das Umfeld des Toten befragt und gegebenenfalls Computer oder Handy ausgewertet werden. Die Substanz sei jedenfalls nicht einfach im Handel erhältlich – bereits kleine Mengen können jedoch tödlich sein. Deswegen ist der entsprechende Schockraum noch in der Nacht mit Unterstützung durch die Werksfeuerwehr Roche gereinigt und vom Gesundheitsamt Garmisch-Partenkirchen freigegeben worden.

 

+++ Update 21:25 Uhr +++

Der Großeinsatz am UKM konnte mittlerweile wohl beendet werden. Die Analyse des mobilen Speziallabors der Feuerwehr München hatte demnach ergeben, dass es sich bei dem Pulver um Natriumazid handelt. Die Einnahme ist schon bei geringen Mengen tödlich. Für andere Patienten und Beteiligte lag keine Gefährdung vor. Andere Patienten wurden während des Einsatzes umgeleitet und mussten die Klinik über einen Hintereingang betreten. 

Aktuellen Informationen zufolge ging der 47-jährige Mann aus dem Landkreis Weilheim-Schongau in die Fachschuleinrichtung in Penzberg und sackte dort zusammen. Nach dpa-Informationen sollen Teile einer Schulklasse der Berufsschule über Kopfschmerzen und Atemwegsprobleme geklagt haben. Sie werden demnach medizinisch betreut.

 

Wenn Sie selbst depressiv sind oder Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de).

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Darüber hinaus ist der Krisendienst Oberbayern rund um die Uhr erreichbar.

Telefon: 0800/655 3000

 

 

+++ UPDATE 20:00 Uhr +++

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war am Nachmittag ein 47-Jähriger in einer Penzberger Schule unterwegs. Dort hatte er ein Klassenzimmer betreten, in dem er dann zusammenbrach. Unter Reanimation wurde der Mann ins UKM gebracht - dort verstarb er. Der 47-Jährige hatte ein Fläschchen mit einer bis dato unbekannten Substanz - Spezialisten der Feuerwehr analysieren sie aktuell. Alle Personen und Bereiche in Penzberg und Murnau, die mit dem Mann in Kontakt gekommen waren, sind isoliert worden. Teilweise klagten die Betroffenen über nicht näher benannte Symptome. Der Klinikbetrieb des UKM läuft wieder normal! Ob ein Zusammenhang zwischen der Substanz und dem Tod des Mannes besteht, ist unklar.


+++ UPDATE 18:15 Uhr +++

Großalarm am UKM - Teile des Krankenhauses sind isoliert worden. Natürlich nimmt das Unfallkrankenhaus weiter Patienten auf und behandelt!

Hintergrund: Ein Mann wurde nach einer Auseinandersetzung in Penzberg dort eingeliefert, verstarb aber. Zusätzlich wurde ein verdächtiges Pulver an ihm entdeckt, das derzeit analysiert wird.


+++ Ursprüngliche Nachricht  17.15 Uhr +++

Am späten Nachmittag hat ein bislang unbekannter Stoff in der BG Unfallklinik Murnau für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Der betroffene Bereich der Notaufnahme ist isoliert worden, nachdem ein Mann eingeliefert worden ist und ein verdächtiges Pulver an sich hatte. Der Mann soll zuvor bei einer Auseinandersetzung in Penzberg zusammengesackt, wiederbelebt und dann nach Murnau gebracht worden sein, wo er verstarb. In der Notaufnahme stellte sich heraus, dass der Mann mit einem verdächtigen Pulver kontaminiert war. Die Klinik ist daraufhin sofort geschlossen, abgeriegelt und ein Großalarm ausgelöst worden. Alle Personen, die Kontakt zu dem Mann hatten, wurden isoliert. Ob das Pulver etwas mit dem Tod des Mannes zu tun hat ist unklar. Eine Sondereinheit aus München soll das klären.

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Feuerwehr Krankenhaus UKM Murnau Polizei
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