Jäger schlagen Alarm: Wildernde Hunde sind großes Problem für Wildtiere
Ein Hund beißt in Eching am Ammersee ein Reh tot. In Wackersberg hetzt ein Hund ein Kalb zu Tode. Im Oberland sorgen wildernde Hunde innerhalb einer Woche gleich zweimal für Schlagzeilen. Keine Einzelfälle, sagt Florian Pfütze, Jäger im Landkreis Weilheim-Schongau.
"Die Zahl der Tierfunde steigt leider von Jahr zu Jahr. Und es war nicht immer der Wolf, der in letzter Zeit für alles herhalten muss."
Die Dunkelziffer dürfte laut Pfütze hoch sein. Er appelliert daher dringend an alle Hundebesitzer:
"Bitte geht hin, und hängt eure Hunde an die Leine oder bildet sie vorbildmäßig und vorschriftsmäßig aus. Es kommen auf euch große Strafen zu wegen Wilderei und Tierquälerei."
Freilaufende Hunde können ihre Besitzer also schnell zu Wilderern machen, was eine Straftat ist. Aber auch wenn keine Wildtiere gerissen werden.: Hunde, die nicht an der Leine sind, können für Rehe und Co auch aus einem anderen Grund gefährlich sein.
"Wir haben das nächste Problem, wenn die Hunde dann da durchgerannt sind und gewildert haben, dann kann es uns leicht sein in der Aufzuchtszeit, dass die Elterntiere ihre Jungen nicht mehr finden und vor allem, was noch schlimmer ist, nicht mehr annehmen."
Hat die Folge, dass die Jungen dadurch oft verhungern, so Pfütze.