Mann aus Dießen verliert etwa 180.000 Euro an Schockanrufer
Ein dreister Schockanruf hat einen älteren Mann aus Dießen jetzt um etwa 180.000 Euro gebracht. Der 60-Jährige wurde gestern Nachmittag von seiner vermeintlichen Schwester angerufen.
Sie erzählte ihm, dass sie einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Es sei eine Kaution in Höhe von 180.000 Euro fällig, um eine sofortige Haft zu verhindern. Der Dießener übergab Bargeld und Wertgegenstände in Starnberg am Vogelanger an einen unbekannten männlichen Abholer. Der Betrug fiel kurze Zeit später auf, als der 60-Jährige auf seine Schwester traf, die ihm versicherte, dass es ihr gut gehe und kein Unfall stattgefunden habe. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck warnt:
- Legt am besten auf, wenn ihr nicht sicher seid, wer anruft und ihr euch unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft euch niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn ihr euch unsicher seid, wählt die Nummer 110. Aber nutzt dafür nicht die Rückruftaste!
- Ruft den angeblich betroffenen Angehörigen unter der euch bekannten Nummer an!
- Sprecht am Telefon nie über persönliche und finanzielle Verhältnisse.
- Übergebt niemals Geld an unbekannte Personen!
- Zieht eine Vertrauensperson hinzu oder verständigt über den Notruf 110 die Polizei!
- Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von euch, um Ermittlungen durchzuführen!
- Sprechet auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnt sie vor dem Vorgehen der Täter!
Weitere Informationen zum Thema Schockanruf beziehungsweise Betrug über Messengerdienste findet ihr hier