Maurischer Kiosk bleibt nach dem Wochenende über vier Jahre geschlossen
Letzte Chance für mehr als vier Jahre. Im Schlosspark Linderhof beginnt nach dem Wochenende ein millionenschweres Sanierungsprojekt: Der farbenprächtige Maurische Kiosk wird jahrelang restauriert. Der Bau aus der Zeit König Ludwigs II. zählt zu den ältesten Messebauten weltweit und ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Wir haben uns mit Heiko Oehme von der Bayerischen Schlösserverwaltung getroffen und ihn gefragt, was denn eigentlich saniert wird:
„Nachdem wir nun den maurischen Kiosk über die letzten Jahre genau aufgemessen und untersucht haben, wurde ein Sanierungskonzept entwickelt, in dessen Rahmen in den nächsten Jahren Fassade um Fassade, das Dach und auch die im Pavillon umgebenden Stützmauern und die Treppe saniert werden.“
Warum werden die Arbeiten so lange dauern?
Würde man nun gleichzeitig die Platten von 2 oder mehr Fassaden abnehmen, dann würde man in Gefahr laufen, dass der Pavillon in sich einknickt. Und so ist man dann auch bei den angedachten 4 bis 5 Jahren Sanierung. 4 Fassaden und ein Dach.
Der Aufwand ist groß, aber notwendig – wieso?
Wir haben weite Fassadenbereiche mit Schmutzfahnen. Der Rost ist inzwischen aller Orten zu sehen, was auch problematisch ist: Das ist die historische Blecheindeckung der Dachflächen. Hier haben wir inzwischen Risse, wo es dadurch teilweise bereits zu Wassereintragungen ins Gebäude gekommen ist.