Brenzlige Situationen zwischen großen Schiffen und Wassersportlern auf Oberland-Seen - Bayerische Seenschifffahrt warnt
Auf den Seen bei uns im Oberland kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen zwischen den großen Schiffen und Wassersportlern. Die Bayerische Seenschifffahrt warnt Schwimmer davor, den Dampfern zu nahe zu kommen. Denn Schiffe können weder schnell ausweichen noch schnell bremsen, sagt der Geschäftsführer Michael Grießer.
„Gerade beim Anlege- oder auch beim Ablegemanöver kann es zu Gefahrensituationen kommen, weil wenn man da in die Welle hinten noch reinspringt, dann muss der Kapitän noch mal bremsen und dreht die Richtung der Schraube um, dann hat man halt sofort eine Sogwirkung.“
Im Zweifel müssen die Kapitäne abdrehen und können nicht anlegen. Daher der Appell an Badegäste: die Stege dringend zu meiden und sich an die geltenden Regeln zu halten.
„Auf dem See soll man die Route der Fahrgastschiffe beachten und früh genug aus dem Weg gehen und an den Anlegestegen gilt 100 Meter muss man wegbleiben, um anlandende oder ablegende Schiffe nicht zu behindern.“
Kommen Badegäste den Schiffen zu nahe, kann es lebensgefährlich werden.
„Viele sagen dann, das kann ich schon einschätzen, das mag 100-mal gut gehen, aber das 101 mal passiert halt irgendwas und deshalb mein Appell an alle: Vorsicht vor den großen Fahrgastschiffen und immer genügend Abstand halten.“
Der Sog der Schraube kann einen Menschen beispielsweise unter das Schiff ziehen.