Umstrittene Gasbohrungen kurz vor dem Start - Umweltverbände wollen Bohrungen begleiten und beobachten
Ein Bohrturm mitten in der Hügellandschaft. Das sorgt in Reichling seit Monaten für Zündstoff. Trotz aller Proteste: in dieser Woche sollen die umstrittenen Erdgas-Bohrungen beginnen. Umweltverbände wie Greenpeace haben angekündigt, die Probebohrungen zu begleiten und zu beobachten. Sprecher Georg Thanscheidt.
„Es ist so, dass erst jetzt die Belastung für die Anwohner klar zu Tage treten. Das heißt, wir werden erst jetzt mitbekommen, wie stark die Lärmbelastung ist. Wir werden schauen, ob aus dem Bohrturm abgefackelt wird. Da gibt es neue EU-Richtlinien, die müssen sicherlich beachtet werden, da werden wir ein Auge draufhaben.
Wir haben aber auch vor, direkt an der Baustelle eine kleine Demonstration, eine Kundgebung, ein Familienfest abzuhalten, sodass klar wird, wir stehen für den Lebensmut und die Lebenslust in dieser Region. Und wir wehren uns gegen diesen klimapolitischen Wahnsinn, der uns da aufgezwungen wird.“
In rund 3.000 Metern Tiefe wird vier Wochen lang nach Erdgas gesucht. Kritiker befürchten dadurch Umweltschäden.