Oberland startet in Wespen-Hochsaison
Wenn wir uns im Spätsommer draußen aufhalten, sind sie eigentlich treue Begleiter und Plagegeister: Wespen. Dieses Jahr sind sie gefühlt noch nicht so aufdringlich wie in der Vergangenheit. Jetzt ab Mitte August bis in den Herbst hinein ist allerdings der Höhepunkt der Wespenzeit. Wir haben dann das Gefühl, dass auf einmal total viele Wespen unterwegs sind, aber eigentlich sind sie einfach nur sichtbarer als zuvor, sagt Franziska Back vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz Bayern.
„Der Grund ist, dass es im August beziehungsweise September irgendwann keine Larven mehr gibt, weil die Wespenkönigin stirbt. Die Larven produzieren vorher aber immer eine Art Zuckersaft, von dem sich die Arbeiterinnen ernähren. Wenn die Larven weg sind, gibt es auch diesen Saft nicht mehr und dann nerven uns die Wespen am Ende am Esstisch, weil sie was Süßes wollen. Uns kommt es dann vor, als wären auf einmal viel mehr Wespen da als zuvor.“
Grundsätzlich sind die Tiere übrigens nicht aggressiv. Mit Ruhe und Umsicht lässt sich das Miteinander von Mensch und Wespe gut regeln. Während in anderen Teilen Deutschlands schon jetzt von einer echten Plage gesprochen wird, lassen die Tiere uns hier in der Region aber noch in Ruhe. 2025 ist weder ein herausragend gutes noch ein katastrophales Jahr für Wespen, so Franziska Back:
„Wespen mögen es grundsätzlich eher warm und trocken – diese Bedingungen waren ja zeitenweise auch gegeben - aber wir hatten auch immer wieder längere Perioden mit wirklich starken Regenfällen und das dürfte sich eher negativ auf die Wespenmenge ausgewirkt haben.“