Bericht der DB: Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen wäre vermeidbar gewesen
Über drei Jahre nach dem Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen hat die Deutsche Bahn ihre interne Untersuchung abgeschlossen und betont: Der Zugunfall wäre vermeidbar gewesen. Das ist das Ergebnis der Anwaltskanzlei Gleiss Lutz, die seit 2022 mit über 60 Personen Interviews geführt und über 10 Millionen Datenpunkte ausgewertet hat. Die Verantwortung für den Unfall liege beim betrieblichen Personal, aber auch bei zuständigen Vorstandsmitgliedern der damaligen Bahn-Tochter DB Netz, heißt es nach der internen Untersuchung des Unglücks.
„Der Unfall war die unmittelbare Folge regel- und pflichtwidrigen Verhaltens des vor Ort tätigen betrieblichen Personals. Gleichzeitig hat die damalige DB Netz nur unzureichend auf die auf mehreren Ebenen in der Organisation vorliegenden umfangreichen Erkenntnisse zu geschädigten Betonschwellen reagiert und den Unfall hierdurch ermöglicht. Dies schließt damals ressortverantwortliche Vorstandsmitglieder ein“, so die Bahn in einer Mitteilung.
Die Betonschwellen, die am Unglück Schuld sind, werden seit 2022 deutschlandweit ersetzt – inzwischen schon rund zwei Millionen Stück. Außerdem sollen die Schulungsmaßnahmen seitens der Deutschen Bahn auch in Zukunft noch erweitert werden.