Chip-Krise: Welche Auswirkungen der Engpass auf die Autozulieferer im Oberland hat
Die Autoindustrie steht vor einer neuen Chipkrise. Grund ist der Handelskrieg zwischen China und den USA. Der Chiphersteller Nexperia hat die Lieferung an westliche Firmen eingeschränkt. Das könnte auch die Autozulieferer im Oberland treffen, sagt Karl Musiol von der IG-Metall Weilheim.
"Das Oberland wird den Chip-Engpass verzögert spüren. Ist der Engpass bei Audi, BMW angekommen – dann bauen die weniger Autos. Und das bedeutet weniger Arbeit für unsere Zulieferer im Oberland. Aber: Noch ist das Problem bei den Autoherstellern nicht angekommen".
Musiol vermutet und hofft, dass der Engpass ausgestanden ist, bevor er im Oberland ankommt. Dann werde es bei uns auch keine Kurzarbeit geben. Für die Zukunft gilt aber:
"Wir müssen die Lehren aus der Corona-Pandemie konsequent durchziehen. Schon damals gab es eine Chipkrise. Deutschland und die EU brauchen dringend eine eigene Chipindustrie. Eigene Batteriezellen. Eigenen Abbau seltener Erden. Unsere heimische Industrie muss unabhängiger werden".