Geplante Führerscheinreform - was sagt ein Fahrlehrer aus dem Oberland dazu?
Den Führerschein machen – in den letzten Jahren immer mehr eine Frage des Geldes. Waren es früher noch um die 1.000 Euro, kann es heute viermal so teuer werden. Das soll sich ändern. Das Verkehrsministerium plant eine Reform. Ein Teil davon: weniger Theoriefragen. Das macht durchaus Sinn, findet Fahrlehrer Marc Lodes aus Schongau:
„1.169 Fragen ist verdammt viel Holz und da sind teilweise ganz schön alte Brocken dabei. Das bedeutet, das sind zu viele Fragen und da sind einfach Fragen drin, die sind nicht mehr zeitgemäß oder haben jetzt mit der Verkehrssicherheit nicht ganz so viel zu tun. Die könnte man tatsächlich rausschmeißen.“
Ob diese Maßnahme den Führerschein wirklich billiger macht, sei aber zumindest fraglich, sagt Lodes. Er glaube nicht, dass das die Durchfallquoten und damit verbunden auch die Kosten für Wiederholungsprüfungen senkt. Die Pläne des Verkehrsministeriums sehen außerdem vor, in der praktischen Ausbildung öfter Simulatoren einzusetzen - beispielsweise zum Schalten üben und weniger "Pflicht-Sonderfahrten", wie nachts oder auf Autobahnen.