Adressbuchschwindel - IHK Geschäftsstelle Weilheim warnt vor Betrugsmasche im Oberland

Lesedauer 2 Minuten
26.11.2025

Fette Beute machen: dieses Ziel verfolgen Kriminelle nicht nur mit Schockanrufen im Oberland. Betrüger versuchen auch immer wieder Betriebe übers Ohr zu hauen. Es gibt verschiedene Maschen, die zuletzt immer wieder aufgetaucht sind. Welche Methoden im Umlauf sind und was die IHK rät, dazu haben wir für euch mit Andreas Korn, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Weilheim gesprochen.

Eine häufige Masche ist der Adressschwindel – was steckt dahinter?

Andreas Korn, Leiter IHK-Geschäftsstelle Weilheim:

„Hier übersendet der Betrüger per Post oder E-Mail ein Formular. Wer das dann unterschreibt und zurückschickt, hat in der Regel einen mehrjährigen Vertrag für einen sogenannten Adressbucheintrag abgeschlossen, und dafür fallen Kosten im niedrigen vierstelligen Bereich an“.

Was können Sie zur sogenannten Google-Optimierung sagen?

Andreas Korn, Leiter IHK-Geschäftsstelle Weilheim:

„Hier wird versucht ein Vertrag am Telefon unterzuschieben. Es wird suggeriert, dass der Anruf von Google kommt oder dass es sich um einen bestehenden Eintrag handelt. Das Wort "Ja" wird dann aufgezeichnet und dem Angerufenen unter Umständen als Beweis für den Vertragsabschluss entgegengehalten. Dann gilt auch in diesem Fall ein mehrjähriger Vertrag, den keiner braucht, für den aber Kosten auflaufen“.

Worauf müssen junge Unternehmer besonders achten?

Andreas Korn, Leiter IHK-Geschäftsstelle Weilheim:

„Sehr beliebt, und da müssen eben neu gegründete Unternehmen ein bisschen aufpassen, sind Betrüger, die öffentlich zugängliche Register auslesen und ihnen dann eine Rechnung zuschicken, zum Beispiel für den Eintrag ins Handelsregister oder den Eintrag ins Markenregister oder Ähnliches. Und wenn sie zahlen, ist das Geld futsch“.

Was raten Sie Unternehmen bezüglich der Betrugs-Varianten?

Andreas Korn, Leiter IHK-Geschäftsstelle Weilheim:

Sie sollten Anfragen immer mit einem gewissen Maß an Misstrauen begegnen, insbesondere dann, wenn die anfragende Person Druck aufbaut und Sie versucht, in eine stressige Situation zu bringen. Und bei schriftlichen Angeboten: Natürlich lesen Sie das Kleingedruckte vollständig und genau, und im Zweifel lohnt sich auch eine Nachfrage bei der IHK“.

Weitere Infos und Tipps findet ihr direkt bei der IHK

 

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