Ermäßigter Steuersatz in der Gastro - Hotel- und Gaststättenverband Dehoga zieht erste Bilanz

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03.02.2026

Seit Anfang des Jahres gilt für Speisen in Restaurants wieder der ermäßigte Steuersatz. Für die Gastronomie ist die Rückkehr zu sieben Prozent Mehrwertsteuer überlebenswichtig, sagt Daniel Schimmer vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Garmisch-Partenkirchen. Er zieht nach einem Monat eine erste positive Bilanz:

„Die Rückmeldungen aus der Gastronomie sind überwiegend positiv, würde ich sagen. Die Steuersenkung wird als wichtiges und längst überfälliges Signal der Bundesregierung wahrgenommen. Sie schafft zumindest etwas Planungssicherheit in einer Zeit, in der die Kosten massiv gestiegen sind“.

Kritik kommt von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Sie bemängelt, dass die Steuersenkung nicht beim Verbraucher ankommt. Denn günstiger geworden ist es laut NGG im Wirtshaus nur in den wenigsten Fällen. Daniel Schimmer hält dagegen:

„In der Breite hat die Steuersenkung vor allem eines bewirkt: Sie hat weitere Preiserhöhungen verhindert. Angesichts deutlich gestiegener Energie-, Lebensmittel- und Personalkosten wäre ohne diese Maßnahme eine erneute Preisanpassung unvermeidbar gewesen. Fast alle EU-Länder wenden dauerhaft den reduzierten Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie an. Insofern stellt diese Entscheidung vor allem Fairness im europäischen Vergleich her und gleicht einen strukturellen Wettbewerbsnachteil aus, den gerade wir hier an der Grenze deutlich spüren“.

Außerdem erhalten die Betriebe dadurch Spielraum für Investitionen und Personal, so Schimmer.

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