Für Demokratie und Haltung - 4.000 Menschen demonstrieren in Weilheim
Mehr als 4.000 Menschen haben am Wochenende in Weilheim für Demokratie und gegen Rechtsextremismus demonstriert. Die Aktion richtete sich vor allem gegen Pläne der AfD, ein früheres Kino in der Stadt als Veranstaltungsort zu nutzen. Bürgermeister Markus Loth fürchtet dadurch Unruhe und Unsicherheit in der Stadt.
„Rechtsradikalität wird in manchen Kreisen zunehmend gesellschaftsfähig. Genau deshalb sind wir alle heute hier, um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen Rassismus, gegen jede Form von Extremismus und für Toleranz und Demokratie“.
Er verlas außerdem das Weilheimer "Bekenntnis zur Demokratie", das der Stadtrat im Dezember einstimmig verabschiedete hatte. Darin heißt es unter anderem, dass die Menschenwürde nicht infrage gestellt werden dürfe und Angriffe auf demokratische Institutionen nicht geduldet würden. Unter den zahlreichen Gästen war auch die Direktorin der Politischen Akademie in Tutzing, Ursula Münch. Sie sprach eine Warnung aus.
„Wir müssen es immer wieder hörbar sagen: Völkisch-autoritäre Parteien streben einen illiberalen Staat an, in dem Minderheiten und politisch Missliebige entrechtet werden und der höchstens auf dem Papier noch eine Demokratie wäre“.
Auch Vertreter der beiden Kirchen erinnerten an die Werte der Demokratie für alle. Auch Schülerinnen und Schüler aus Weilheim und Umgebung kamen zu Wort. Sie betonten, dass die jungen Menschen Träume hätten, die nur in einer Demokratie verwirklicht werden könnten.