Messerangriff am Welfen-Gymnasium in Schongau: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes

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09.07.2026

Zwei schwer verletzte Mädchen, ein 16-Jähriger als Tatverdächtiger. Die Hintergründe sind weiter unklar. Nach der mutmaßlichen Amoktat am Welfen-Gymnasium in Schongau ist der mutmaßliche Täter am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Dieser hat entscheiden, dass der 16-Jährige in Untersuchungshaft kommt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen versuchten Mordes.

Der Jugendliche soll am Mittwoch auf dem Schulgelände zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer schwer verletzt haben. Der 16-Jährige sei laut Polizei in der Vergangenheit schon mehrfach wegen Bedrohung von Mitschülern, beziehungsweise der Verherrlichung von Gewalttaten auffällig geworden. Zu keinem Zeitpunkt habe jedoch bisher aus Sicht von Polizei und Staatsanwaltschaft die Notwendigkeit bestanden ihn in Haft zu nehmen.

Sichergestellt wurden das Messer, eine Pistole und Munition. Aktuell werde durch die Ermittler geprüft, ob es sich bei der Schusswaffe, mit der der mutmaßliche Täter einen Schuss abgab und die dann versagte, um eine per 3D-Drucker hergestellte Waffe handelt. Der 16-Jährige gab an, sich die Waffe im Darknet besorgt zu haben. Die Ermittler haben eine eher geringe Zahl an Patronen sichergestellt, hieß es weiter. Die Waffe wurde bei einem Rucksack gefunden, den der 16-Jährige nach seiner Tat auf dem Schulhof im Umfeld des Tatorts deponiert hatte. Er habe Polizeibeamte nach seiner Festnahme selbst darauf hingewiesen. Bei dem Messer soll es sich um kein Haushaltsmesser handeln.

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