Bundesinnenminister Dobrindt zur Gewalttat in Schongau - Ermittlungen laufen

Lesedauer < 1 Minute
09.07.2026

Nach dem Messerangriff am Welfen-Gymnasium in Schongau sitzt der Schock bei den rund 800 Schülerinnen und Schülern noch tief. Ebenso in der 12.000 Einwohner Stadt und dem gesamten Oberland. Noch gestern Abend hat sich Bundesinnenminister Dobrindt ein Bild von der Lage gemacht. Zwei 13-jährige Mädchen wurden schwer verletzt - schweben aber nicht mehr in Lebensgefahr. Sie waren demnach zufällige Opfer. Der mutmaßliche Täter ist ein 16 Jahre alter ehemaliger Schüler des Gymnasiums, der früher schon in psychiatrischer Behandlung war. Er hatte zunächst einen Schuss abgegeben. Als die Waffe dann versagt hat, ist er mit einem Messer auf die Mädchen losgegangen. 

Bundesinnenminister - Alexander Dobrindt
„Ich darf sagen, dass ich tief beeindruckt bin davon, wie hier Lehrkräfte, wie hier Schüler miteinander in dieser schrecklichen Situation agiert haben, dafür gesorgt haben, dass Schlimmeres verhindert werden konnte und es möglich war, wenige Minuten nach der ersten Schussabgabe und der Alarmierung den Täter auch zu stoppen.“

Laut Dobrindt war der Täter offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation. Sein Motiv ist noch unklar. In der Nacht haben die Ermittler die Wohnung der Eltern durchsucht und Handy, Laptop und weitere Elektrogeräte ausgewertet – sie suchen nach Hinweisen auf die Tat, etwa nach einem möglichen Bekennerschreiben oder Ankündigungen in Chats.

Orte
Schongau
Teilen
Weitere Artikel
Kommende Veranstaltungen