Bayerische Seenschifffahrt zieht im Oberland positive Zwischenbilanz

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14.07.2026

Die Ausflugsschiffe auf dem Ammersee und dem Starnberger See sind seit Anfang April wieder unterwegs. Zur Halbzeit der Saison fällt die Bilanz der Bayerischen Seenschifffahrt positiv aus. Trotzdem gibt es Herausforderungen, die den weiteren Verlauf beeinflussen könnten. Im Interview spricht Geschäftsführer Michael Grießer über die bisherigen Fahrgastzahlen, seine Erwartungen für die Sommerferien und darüber, warum die Quagga-Muschel der Schifffahrt zunehmend Sorgen bereitet.

Wie zufrieden sind Sie mit der Halbzeitbilanz und wie spiegelt sich die in den Fahrgastzahlen wider?

Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt:

„Wir sind zufrieden mit dem Verlauf der bisherigen Saison. Die Fahrgastzahlen liegen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Wobei man auch ganz klar sagen muss: Die Bilanz wird Ende Oktober gezogen, weil es ja jetzt dauerhaft Schönwetter sein kann, dauerhaft Schlechtwetter sein kann, und das wirkt sich natürlich sehr stark auf die Fahrgastzahlen aus“.

Der Juni war außergewöhnlich sonnig und heiß – hat sich das auf die Zahlen ausgewirkt?

Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt:

„Ja und zwar eher negativerweise. Wenn das Wetter so heiß ist, dann haben wir auch in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Leute dann eher ins Wasser gehen, als sich auf dem Wasser zu bewegen. Dass man da an allen Szenen merkt, dass sich so ganz, ganz, ganz heißes Wetter eher negativ auswirkt“.

Die große Trockenheit kann auch für die Schifffahrt zum Problem werden. Warum ist der Starnberger See besonders gefährdet?

Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt:

„Er speist sich halt überwiegend aus Oberflächenwasser, und wenn es lange trocken ist, dann kann es schon sein, dass der Pegel etwas sinkt. Aber auch da hatten wir eigentlich seit Saisonbeginn keine Probleme, dass wir nicht fahren könnten oder dass wir einzelne Stege nicht anfahren könnten“.

Jetzt stehen die Sommerferien vor der Tür: welche Erwartungen und Hoffnungen haben Sie?

Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt:

„Dass die Leute den Spaß an der Schifffahrt haben, wie die letzten Jahre auch. Wir hoffen, dass viele Leute das nutzen, um sich auf dem Wasser das Ufer anzusehen und vielleicht doch die Krise um die Nase wehen zu lassen.“

Im Starnberger See breitet sich die Quagga-Muschel weiter aus. Macht sich das Vorkommen bei der Seenschifffahrt bereits bemerkbar?

Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt:

„Noch nicht, aber wenn man die anderen Seen ansieht, wo die Muschel schon etwas länger nachgewiesen worden ist, sprich Bodensee oder auch Chiemsee, dann kann das tatsächlich ein Problem werden, auch für die Schifffahrt. Diese Muscheln haften sich oft an den Kühlwasseransaugungen an. Das heißt, man muss damit rechnen, dass man die Schiffe häufiger als normal aus dem Wasser nehmen und reinigen muss, gerade wenn sie sich am Rumpf anhaften, weil das natürlich deutlich mehr Widerstand beim Fahren bedeutet, was wiederum einen deutlich höheren Verbrauch zur Folge hätte. Von daher sehen wir das schon sehr kritisch.“

Orte
Starnberg Herrsching a. Ammersee
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